Sainkho
Filmfest 2002

Die Orte: ein barocker Konzertsaal in England, ein etwas heruntergekommener Club in Rom, ein staubiger Dorfplatz am Ende der Welt. Die Musik: Jazz, Pop und Drum’n Bass. Die Frau: ein Stimmwunder, ein Energiebündel, eine Verletzte, eine Großmutter und Freundin. Wer Sainkho Namtchylak das erste Mal in diesem Film hört, wie sie mit ihrer Stimme einen Raum öffnet, wie sie vom Flüstern unvermittelt in einen Schrei wechselt, wie sie Obertonklänge an Scatgesang reiht, der ahnt, daß sich in ihrer Person mehr als nur Musikstile begegnen. „Sainkho“, der erste Dokumentarfilm von Erica von Moeller, stellt die Sängerin vor, die aus Tuva, einer Republik an der Grenze zur Mongolei kommt. Kaum 20, zieht sie es nach Moskau. Sie begegnet dort dem Jazz, der sie im Westen Europas bekannt machte, in dem sie von Avantgarde-Musikern aller Fraktionen geschätzt wird. Eine Reisende in Sachen Weltmusik, die sich von den sie umgebenden Räumen immer wieder zu ganz eigenen Klangexperimenten inspirieren läßt. Eine nervöse Forscherin des Klangs der menschlichen Stimme. Eine ungeduldige Lehrerin ihrer heimatlichen Gesangstechnik. SAINKHO ist ein Reisefilm, der die Stationen einer typischen Konzert-Tournee aufsucht.

tags: Dokumentarfilm

Credits

Regie: Erica von Moeller