Wälsungenblut
Filmfest 2003

Franz Seitz, Spezialist für Thomas-Mann-Adaptionen, beschwört in „Wälsungenblut“ nicht nur die seinerzeit Aufsehen erregende inzestuöse Liebesbeziehung auf dem Eisbärenfell, sondern auch ein historisches München der Jahrhundertwende, das Kameramann Wolf Wirth, Unterzeichner des Oberhausener Manifestes, in erlesene Farben tauchte. Der Film erhielt drei Bundesfilmpreise für seine Ausstattung, die beste Nebendarstellerin und den besten Nachwuchsschauspieler sowie das Prädikat „Besonders wertvoll“. Der katholische Filmdienst hingegen wetterte gegen diese „von elegant getarnter Spekulation beherrschten Dekadenzschau“, die erst ab 18 Jahren freigegeben wurde und an kirchlichen Feiertagen nicht aufgeführt werden durfte.

tags: Spielfilm

Darsteller: Michael Maien, Elena Nathanail, Gerd Baltus, Gunther Malzacher, Rudolf Forster

Credits

Regie: Rolf Thiele