Unfolding
Filmfest 2003

„...das, was auf den ersten Blick als Verzerrung erscheint..., wird zu einer sich ergänzenden Überschneidung zeitlicher Faktoren und räumlicher Sektoren durch das Wagnis, sie auf eine Bildfläche gleichzeitig und gleichräumig zu bannen. Derart erhält das Dargestellte jenen konkreten Ganzheits- und Gegenwarts-Charakter, der nicht aus dem seelisch betonten Schönheitsverlangen genährt wird, sondern der aus der Konkretisierung der Zeit lebt.“ (Jean Gebser) „Unfolding“ entstand auf der Suche nach einer „umfassenden“ Darstellung des Menschen. Eine spezielle Fototechnik ermöglicht das Filmmaterial kontinuierlich zu belichten. Die Fotokamera erfasste die Bewegungen des Models und speicherte sie wie eine Scannerabtastung auf das Filmmaterial. Die Bilder einer Videokamera, die die Bewegungen parallel zur Fotokamera aufzeichnete, sind in „Unfolding“ auf die bewegten fotografischen Aufnahmen montiert. „Unfolding“ zeigt in dieser Montage die Herleitung dieser speziellen fotografischen Aufnahme.

tags: Experimentalfilm, Kurzfilm

Credits

Regie: Egbert Mittelstädt