The Nazi Officer's Wife
Filmfest 2003

Die preisgekrönte Dokumentarfilmerin Liz Garbus verfilmte mit „The Nazi Officer’s Wife“ die erstaunliche (Über-)Lebensgeschichte von Edith Hahn Beer nach deren berührender Autobiografie. Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 wird die Jurastudentin Edith Hahn zur Zwangsarbeit nach Ostdeutschland geschickt. Im Juni 1942, zurück in Wien, soll sich die junge Frau zur „Umsiedlung“ melden und taucht unter – sechs Wochen lang. Mit den Papieren einer Freundin beginnt sie schließlich in München ein neues Leben als arische Christin Margarethe Denner. Kurz darauf verliebt sie sich in Werner Vetter, Maler und NSDAP-Mitglied und gesteht ihm ihre Herkunft. Gemeinsam ziehen sie nach Brandenburg. Nach außen ist sie die deutsche Hausfrau, die einem Nazi ein arisches Kind schenkt, nach innen die Jüdin, die den verbotenen Sender BBC hört. Während eines Bombenalarms im April 1944 wird Tochter Angela geboren – vermutlich das einzige jüdische Kind, das in einem Reichskrankenhaus zur Welt kam. Ab September 1945 setzt die sowjetische Militäradministration Edith als Richterin in Nazi-Prozessen ein...
Geschickt verwebt Liz Garbus Edith Hahn Beers Geschichte mittels Fotos und Filmdokumenten aus Deutschland und Österreich zu einem bewegenden und spannenden Schicksalsbericht. Dabei fungiert Susan Sarandon als einfühlsame Erzählerin, während Julia Ormond Edith Hahn Beer für die voice-overs ihre Stimme leiht.

tags: Dokumentarfilm

Credits

Regie: Liz Garbus