Café Lumière
Filmfest 2005

Yoko kommt aus Taiwan nach Tokio zurück und teilt ihren Eltern mit, dass sie schwanger ist. Der Vater ist Taiwanese, und Yoko will ihn nicht heiraten. Hou Hsiao-hsien, der Meister des taiwanesischen Kinos drehte dieses Mal in Japan, und er zeigt Schienenstränge und Bahnhöfe, Orte, an denen sich Menschen genau so beiläufig begegnen wie die Figuren in diesem schönen, langsamen Film. Yoko ist einfach da: Sie isst, sie liest, sie liegt herum, und immer wieder sitzt sie im Zug. Die Kamera bleibt auf Distanz. KOHI JIKOU ist ein Beweis dafür, dass ein Kino ohne Erklärungen und Emphase viel mehr vermag als Filme, die jede Handlung ihrer Figuren erläutern und sich mit Bedeutung aufpumpen wollen. Cristina Nord, Viennale

tags: Spielfilm

Darsteller: Yo Hitoto, Tadanobu Asano, Masato Hagiwara

Credits

Regie: Hou Hsiao-hsien