Das Klatschen der einen Hand
Filmfest 2008

Da steht ein Stein im Wasser wie ein kopfstehender Riesenpilz, und zwei Väter rackern sich ab, um das in die Höhe ragende Stück Überstein von der Stelle zu bewegen. Mit der Hebelwirkung von Stangen und Pflöcken - aber der Stein-Kegel rührt sich nicht. Hinterhältig wie der Achternbusch ja immer ist, liefert er gleich einen Schreibmaschinentext zu seinem surrealistischen Stein-Findling, den er "als Plädoyer für die Abschaffung eines der Theater in der Münchner Maximilianstraße" verstanden wissen will: "Ein Film zur Bekräftigung der viel zu halbherzigen Theaterschließungen." Wer weiß, wer den Achternbusch da wieder in der Seele gezwackt hat. Aber das Stein-im-Wasser-Gleichnis ("Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang") ermöglicht ihm ein paar Bilder-Visionen von schöner klarer Einfachheit, mit einem Kind als Theaterdirektor im Trainingsanzug, und mit dem einhändigen Klatschen. Achternbusch: "Als ich so hören musste, was heutige Theaterleute alles interessant finden, dachte ich mir, ich liege auf dem Friedhof von Deggendorf, wo garantiert niemand auferstehen wird ..." Ponke in: Abendzeitung, München, 19.10.2002

tags: Spielfilm

Darsteller: Herbert Achternbusch, Naomi S. Achternbusch, Hermine Leis, Marie Noëlle

Credits

Regie: Herbert Achternbusch