Picasso in München
Filmfest 2008

Achternbusch spielt also Picasso, der in München die gelbe Periode nachholt, die er vor seinem Tod vergessen hatte. Der Bayerische Rundfunk ist begeistert und fragt an, ob man die Auferstehung nachstellen könnte. Picasso will hingegen vor allem mit den Frauen ins Bett – daran hat sich seit seinem Tod nichts geändert. – Was macht die Kunst zur Kunst? Der Rahmen, der Name, der Geist? Der Künstler Achternbusch findet reichlich Gelegenheit, seine grandiosen Gemälde ins Bild zu rücken, und wer über die Größe dieser Unternehmung im Zweifel ist, muss sich nur mal fragen, was eindrucksvoller ist: Wenn Anthony Hopkins vor Picasso-Bildern herumläuft, die man nicht zu Gesicht bekommt, weil die Produktion die Rechte nicht erwerben konnte – oder wenn Achternbusch eigene Bilder malt, die er als Picassos ausgibt? Was ist da Kunst – und was ist Fälschung? Michael Althen in: Süddeutsche Zeitung, 4.8.1997

tags: Spielfilm

Darsteller: Herbert Achternbusch, Doris Jung, Naomi Semiramis, Barbara Gass

Credits

Regie: Herbert Achternbusch