Hades
Filmfest 2008

D.K.: Zwischen die Szenen aus dem Warschauer Ghetto haben Sie eigene Malereien geschnitten. H. A.: Ich hab die Bilder genommen, um – wenn ich schon sonst nichts machen kann – die irgendwie wenigstens menschenwürdiger zu beerdigen. Man kann ja nichts anderes machen, als das Gedenken an die armen Menschen zu bewahren und sie vielleicht im eigenen Herz noch einmal zu begraben. Mit Gedanken und mit Bildern – Bilder als Blumen, Herzen oder irgendwas. Sagen wir's mal ganz blöd: man muss liebevoll an die Sachen herangehen. Man kann die nicht behandeln wie normales Dokumentarmaterial. Da geht's um Zerstörung. H. Achternbusch im Gespräch mit Detlef Kuhlbrodt in: taz v. 13.2.1995 Die Frauen des Hades sind in Rot und Gelb gekleidet, wie fernöstliche Mönche; aber mit den schwarzen Haaren und Schuhen sieht das verdächtig nach Schwarzrotgold aus, genau wie die gemalte Sonnenblume, auf die am Anfang welkes Laub fällt. Hades ist ein brandaktueller Film über Deutschland. H.G. Pflaum in: Süddeutsche Zeitung, 16.3.1995

tags: Spielfilm

Darsteller: Herbert Achternbusch, Rosel Zech, Irm Herrmann, Thomas Holtzmann

Credits

Regie: Herbert Achternbusch