Blaue Blumen
Filmfest 2008

Die Bauten und Ornamente des alten China werden von der Kamera fast achtlos erfasst. Um so neugieriger nähert sie sich den Kindern, die schon für Novalis nicht nur ein Symbol der Unschuld, sondern auch der Weisheit jenseits der rationalen Tätigkeit waren. Was die kalten Krieger als gelbe Gefahr denunzierten, findet Achternbusch als blaue Blumen wieder. Aber Novalis hat auch gesagt: "Nach innen führt der geheimnisvolle Weg." Und so wird Achternbuschs China-Tour eine "Reise ins Innere der Trauer" (so wollte Fassbinder seinen nie geschriebenen Roman nennen) und zur Suche nach einem Ort außerhalb seiner Welt, um sie aus den Angeln zu heben. Hans-Günther Pflaum in: Süddeutsche Zeitung, 2.8.1985

tags: Dokumentarfilm

Credits

Regie: Herbert Achternbusch