Das Gespenst
Filmfest 2008

In fünf Episoden mit endlos langen Einstellungen und monotonen Geräuschen wird, natürlich wieder in Schwarz-Weiß, die Geschichte des Jesus erzählt, der in einem Münchner Kloster vom Kruzifix steigt, was er erlebt mit der Oberin, mit zwei Polizisten, drei römischen Soldaten und etlichen anderen Personen mehr. Valentinisches mischt sich hier mit Kafkaeskem, wüste Bilder mit geradezu innigen Szenen, Derbes mit Philosophischem, Märchenhaftes mit aktueller Gesellschafts- und Kulturkritik. Herbert Achternbuschs neuer Film scheidet erneut die Geister. Wer freilich bereit ist, sich auf ihn, allen Unbequemlichkeiten und Befremdlichkeiten zum Trotz, einzulassen, kann, gerade aus christlicher Blickrichtung, daraus durchaus Anregung und Gewinn erzielen. Hartmut Weber, Film-Beobachter, Nr. 7/8, April 1983 Den größten Skandal forciert Achternbusch 1983 mit seinem Film DAS GESPENST. Friedrich Zimmermann, damals Innenminister, verweigert die Zahlung der letzten Rate der Filmförderung, weil er DAS GESPENST für religionsfeindlich hält. Das „religiöse Empfinden großer Teile der Bevölkerung“ werde verletzt. Zehn Jahre dauert der Rechtsstreit. 1992 endlich erhält Achternbusch vor dem Oberverwaltungsgericht Münster Recht. Sein "42. Herrgott" in DAS GESPENST wird rehabilitiert. www.br-online.de/kultur-szene/thema/filmszene_bayern

tags: Spielfilm

Darsteller: Herbert Achternbusch, Annamirl Bierbichler, Werner Schroeter, Kurt Raab

Credits

Regie: Herbert Achternbusch