Das letzte Loch
Filmfest 2008

Als professioneller 'Fliegenfänger, Biertrinker und Privatdetektiv' namens 'Der Nil' untersucht Deutschlands eigenwilligster Filmemacher Herbert Achternbusch ('ohne Filmförderung' - wie der Untertitel seines jüngsten Werks betont) einen Massenmord. Poetisch und dickschädelig, absurd und kritisch kreisen die Gedanken des 'Nil' immer wieder um die Frage, wie er sechs Millionen tote Juden vergessen soll. Eine Frage, der Achternbusch schon in seinem Roman 'Das Haus am Nil' nachgeht. Der beste deutsche Film dieser Saison. #kfBodo Fründt in: Stern, Nr. 50, 3.12.1981 Was in Achternbuschs neuem Film an Humor übriggeblieben ist, das zahlenmystische Gespräch mit dem Arzt über die Litermenge Schnaps, die nötig ist, um die Millionen ermordeter Juden zu vergessen, verschlägt einem den Atem, es persifliert auf denkbar grausame Weise die Rechnungen, die die Herunterspieler aufstellen, die Auschwitz und Treblinka nicht wahrhaben wollen. "Zum Totenberg der selbstgerechten Deutschen will ich nicht gehören", sagt Achternbusch. Lieber zum Berg der Gefolterten, Getöteten, Verbrannten. Wer hört seine apokalyptische Botschaft? Brigitte Jeremias in: FAZ, 31.12.1981

tags: Spielfilm

Darsteller: Herbert Achternbusch, Annamirl Bierbichler, Franz Baumgartner, Gabi Geist

Credits

Regie: Herbert Achternbusch