Hafez
Filmfest 2008

Hafez – nach dem gleichnamigen persischen Dichter, bezeichnet jemanden, der den Koran auswendig kennt. Der 17-jährige Shams al-Din ist so ein Hafez, kann die poetischen Texte des Propheten wunderschön vortragen und schreibt auch seine eigenen Gedichte. Als die junge Braut Nabat aus Tibet eintrifft, die dem Sohn des Muftis versprochen ist, soll Hafez ihr die Heilige Schrift beibringen. Aber er darf sie niemals sehen. Sie unterhalten sich durch ein hohes Fenster hindurch, diskutieren dabei über Gott und die Welt und verlieben sich prompt. Als Nabat eines seiner Gedichte für ihn vorliest, kann Hafez sich nicht zurückhalten und riskiert einen Blick auf die fremde Schönheit. Er wird erwischt, ausgepeitscht und verbannt. Während Nabat zurückbleibt und vor Gram krank wird, muss Hafez sieben neue Wohnorte aufsuchen und die Gunst von sieben Jungfrauen gewinnen. Ein modernes persisches Liebesmärchen, in dem nur ein Motorroller gelegentlich daran erinnert, dass wir uns in der Gegenwart befinden. Die japanisch-iranische Koproduktion gewann den Sonderpreis der Jury in Rom.

tags: Spielfilm

Darsteller: Mehdi Morady, Kumiko Aso, Mehdi Negahban, Hamide Hedayati

Credits

Regie: Abolfazl Jalili