Ich will doch nur, dass ihr mich liebt
Filmfest 2010

Ein programmatischer Titel, er könnte über fast allen Fassbinder-Filmen stehen. So eindeutig der Titel, so zielstrebig die Dramaturgie des Films. Das Ende ist vorhersehbar, schon nach wenigen Sequenzen. Peter, dem nie Zuneigung entgegengebracht wurde, mit dem nie jemand ein Gespräch geführt hat, das über Floskeln hinausging, der deshalb auch unfähig ist, über sich zu sprechen, auch nicht mit seiner Frau, dieser Peter - zur Zeit des Wirtschaftswunders groß geworden - hat allerdings beobachtet, daß die Beziehungen zwischen Menschen nach den Regeln des Tausches oder Kaufes ablaufen. Dem paßt er sich an. Er hat die Gesetze des Tausches so verinnerlicht, daß er sich Liebesbeziehungen anders gar nicht mehr vorstellen kann. (...) Ein einfacher Schritt-für-Schritt-Erzählfilm: Fernsehen. Fassbinder weiß zwischen seinen Kino- und Fernsehfilmen zu unterscheiden. Wilhelm Roth in: Rainer Werner Fassbinder, Carl Hanser Verlag, 1979

Weltpremiere der restaurierten Fassung

tags: Spielfilm

Darsteller: Vitus Zeplichal, Elke Aberle, Alexander Allerson, Ernie Mangold, Johanna Hofer

Credits

Regie: Rainer Werner Fassbinder