I Wish I Knew
Filmfest 2010

I WISH I KNEW porträtiert die Stadt Schanghai bzw. 18 Menschen, die dort leben oder gelebt haben. Dokumentarische Sequenzen mischen sich mit fiktiven, da der Regisseur die Schauspielerin ZHAO Tao durch die sich ändernde Stadt streifen lässt, eine schweigsame Figur mit ausdruckslosem Gesicht. Doch was die porträtierten Menschen - unter ihnen ein Rennfahrer, ein Trader und der taiwanesische Regisseur HOU Hsiao-Hsien - erzählen, ist so interessant, dass man die leeren Augen und das kunstvoll durchnässte T-Shirt ZHAO Taos vergisst. Die einzelnen Biografien spiegeln die Umwälzungen wider, die China im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert durchlebt hat. Der Krieg gegen Japan, der Triumph der Kommunistischen Partei, die Kulturrevolution, die Migrationsbewegungen, die staatliche Kontrolle der Individuen, die Öffnung der Märkte - all dies schlägt sich nieder in der Vita der Menschen, so dass sich der Film nach und nach zu einem Archiv entwickelt, das an das Buch "Fräulein Hallo und der Bauernkaiser" von YIWU Liao erinnert... Cristina Nord, taz

mit: ZHAO Tao, LIM Giong, HOU Hsiao-Hsien

tags: Dokumentarfilm

Credits

Regie: Zhang-Ke Jia