Qissa: Der Geist ist ein einsamer Wanderer
Filmfest 2014

Umber Singh muss eine Menge Widrigkeiten überkommen in seinem Leben. Nicht genug, dass er für sich und seine Familie ein neues Heim erschaffen muss, nachdem sie als Sikh im Zuge der sogenannten ethnischen Reinigungen aus ihrem Dorf vertrieben wurden – seine Frau schenkt ihm einfach nicht den gewünschten Stammeshalter. Als nach drei Töchtern sein viertes Kind zur Welt kommt, beschließt Umber einfach, dass es ein Sohn ist, ungeachtet der tatsächlichen biologischen Tatsachen.
Anup Singh hat QISSA seiner Mutter gewidmet, im Grunde aber ist es ein Film für alle indischen Frauen. Ein Film, der in seiner immer wieder ins fantastisch-geisterhafte schwenkenden Erzählung doch vor allem eines zeigt: harte Realitäten. Die harten Realitäten einer Gesellschaft, in der Frauen so gut wie nichts gelten. Dass es dabei dennoch gelingt, den Vater nicht als bösen Tyrann, sondern als zerrissene Seele zu zeigen, zeichnet QISSA besonders aus.

tags: Abenteuer, Familie, Geschichte, Kindheit, Krieg, Spielfilm

Darsteller: Irrfan Khan, Tillotama Shome, Rasika Dugal, Tisca Chopra, Faezeh Jalali, Sonia Bindra

Credits

Drehbuch: Anup Singh, Madhuja Mukherjee

Kamera: Sebastian Edschmid

Schnitt: Bernd Euscher

Musik: Béatrice Thiriet

Produktionsdesign: Tim Pannen

Kostüme: Divya Gambhir, Nidhi Gambhir

Ton: Peter Flamman, Simone Galavazi

Produzent: Johannes Rexin

Koproduzent: Bettina Brokemper, Nina Lath Gupta, Bero Beyer, Thierry Lenouvel

Produktion (Firma): Heimatfilm GmbH + Co. KG

Weltvertrieb: The Match Factory GmbH

Verleih: Camino Filmverleih

Regie: Anup Singh