Geständnisse
Filmfest 2011

Am Anfang – und man muss diesen Film von seinem Anfang her denken, muss jeden einzelnen Schritt vorsichtig mitsetzen, den die Handlung tut, den die Figuren machen – am Anfang also wirkt das alles noch harmlos, geradezu ein bisschen wirr, wie die junge Lehrerin Yuko Moriguchi ihren Schülerinnen und Schülern scheinbar belanglos etwas von der Milch erzählt, die sie gerade trinken, von ihrem Kalziumgehalt und welchen Bezug das wohl zur Pubertät haben könnte, in die sie gerade alle eintreten... Und natürlich hört von diesen Frühpubertierenden praktisch niemand richtig zu; im Gegenteil, in der Klasse wird getobt, werden SMS verschickt, es wird geredet und geschrien. Trotzdem hört man ihr zu, und als Moriguchi vom Tod ihrer kleinen Tochter spricht, werden die Kinder sogar einmal ganz still – und machen sich kurz darauf über die junge Frau lustig. Das hört erst dann auf, als die Lehrerin offenbart, dass ihr Kind nicht bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, sondern von zwei Schülern dieser Klasse ermordet wurde... Rochus Wolff

tags: Spielfilm

Darsteller: Takako Matsu, Yoshino Kimura, Masaki Okada, Yukito Nishii, Kaoru Fujiwara

Credits

Regie: Tetsuya Nakashima