Das Zimmermädchen Lynn
Filmfest 2014

Altersfreigabe

Kein anderes Zimmermädchen arbeitet so gründlich wie Lynn Zapatek, in ihrer Welt dreht sich alles nur ums Putzen. Um zu verstehen, was andere Menschen antreibt, durchstöbert sie die Habseligkeiten der Hotelgäste und legt sich nachts unter deren Betten, den fremden Leben lauschend. Ingo Haebs dritter Film ist ein autistischer Thriller, eine Geschichte der Entfremdung. Ein Film, der – obwohl er in Bremerhaven gedreht wurde – an die Entschiedenheit der Berliner Schule erinnert und sie um die Logik der Träume erweitert. Unter den Betten der Anderen ist Lynn Gefühlen, wenn auch nicht ihren, zumindest nahe, ausleben kann sie sie erst in der lesbischen Liebe. Der Film inszeniert Lynns innere Entfremdung dabei mit einer spannenden künstlerischen Volte: DAS ZIMMERMÄDCHEN LYNN ist auf der Ton-Ebene komplett nachsynchronisiert. Und der Zuschauer sieht Hotels nun mit anderen Augen, ästhetisch bereichert und zart verstört.

tags: Beziehung, Einsamkeit, Luxus, Sexualität, Spielfilm, Surreal

Darsteller: Vicky Krieps, Lena Lauzemis, Steffen Münster, Christian Aumer, Christine Schorn

Credits

Drehbuch: Ingo Haeb. Original von/ by: Markus Orths

Kamera: Sophie Maintigneux

Schnitt: Nicole Kortlüke

Musik: Jakob Ilja

Produktionsdesign: Petra Klimek

Kostüme: Ulrike Scharfschwerdt

Produzent: Ingmar Trost

Koproduzent: Olaf Hirschberg

Produktion (Firma): SutorKolonko, 58Filme

Regie: Ingo Haeb