PARANOID PARK
Filmfest 2016

Nach dem Roman von Blake Nelson: In Portland, im illegal gebauten „Paranoid Park“, sind die Rampen steiler und der Einsatz höher für die jugendlichen Skater, die dem reglementierten Alltag und dem reglementierten Skaten zu entkommen suchen. Eine Nacht, die der 16-jährige Alex hier gemeinsam mit einem Freund auf den Brettern verbringen will, nimmt eine furchtbare Wendung: Ein Wachmann kommt ums Leben. Alex verheimlicht das Geschehen, und während die Polizei in seine Schule und Szene eindringt, legt sich die Schuld über den Teenager wie ein erstickendes Leichentuch. Auf 35mm-Material und auf Super 8, dem traditionellen Format des selbstinszenierten Skater-Films, beschwört Independent-Veteran Gus Van Sant eine exzessive Form adoleszenter Verwirrung und wechselt dabei von beiläufiger Beobachtung in hochstilisierte Bilder der Seelenpein.

tags: Jugend/Coming of Age, Schuld, Sport, Spielfilm

Darsteller: Gabe Nevins, Dan Liu, Jake Miller, Taylor Momsen

Credits

Drehbuch: Gus Van Sant

Originalvorlage: Blake Nelson

Kamera: Christopher Doyle

Schnitt: Gus Van Sant

Produktionsdesign: John Pearson-Denning

Kostüme: Chapin Simpson

Ton: Leslie Shatz

Produzent: Neil Kopp, David Cress

Koproduzent: Marin Karmitz, Nathanaël Karmitz

Produktion (Firma): MK2 Productions

Koproduktion (Firma): Meno Film Company

Weltvertrieb: MK2 S.A.

Regie: Gus Van Sant

Biografie

Der Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Gus Van Sant gilt als einer der wichtigsten Vertreter des amerikanischen Independent-Kinos. Er kam 1952 in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky zur Welt und studierte Kunst an der Rhode Island School of Design. In seinen Filmen beschäftigt er sich häufig mit den alltäglichen wie existenziellen Nöten Heranwachsender, so in MALA NOCHE (1985) oder MY OWN PRIVATE IDAHO (1991). In GOOD WILL HUNTING (1997) inszenierte er Matt Damon in der Rolle eines jungen Mathegenies. Mit ELEPHANT, der multiperspektivischen Erzählung eines High-School-Amoklaufs, gelang ihm 2003 in Cannes das äußerst seltene Kunststück, sowohl die Goldene Palme als auch den Preis für den Besten Regisseur zu gewinnen. 2005 zeigte das FILMFEST MÜNCHEN die eindringliche Meditation LAST DAYS über das Lebensende eines Rockstars, für den Kurt Cobain unübersehbar Pate stand. MILK (2008), Van Sants Biopic über den ersten offen schwulen Politiker der USA, gewann wie GOOD WILL HUNTING zwei Oscars.