ZAMA

Asunción, Paraguay, 1790. Don Diego de Zama, ein in Südamerika geborener Funktionär der spanischen Krone, wartet auf einem einsamen Außenposten der Provinz. Er wartet auf einen Brief des Königs, der ihm seine Versetzung nach Lerma, Argentinien, bestätigen soll. Mit viel Einfühlungsvermögen folgt der Film dem eintönigen Leben des königstreuen Zama und entlarvt dabei das Selbstverständnis und den Rassismus der weißen Kolonialherren. Jahre vergehen, aber der ersehnte Brief kommt nicht. Als Zama das erkennt, schließt er sich einer Horde Soldaten an, die eine gefährliche Banditenbande verfolgen. Martels berauschender Episodenfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman von Antonio Di Benedetto.

Die Vorstellung von ZAMA am 3. 7. im Gloria Palast findet im Rahmen der HOMMAGE: LUCRECIA MARTEL statt.

Außerdem in diesem Programm:
NUEVA ARGIRÓPOLIS
HOMMAGE: LUCRECIA MARTEL

tags: Einsamkeit, Gesellschaft, Kulturkonflikt, Lateinamerika, Spielfilm

Darsteller: Daniel Giménez Cacho, Lola Dueñas, Matheus Nachtergaele, Juan Minujín, Nahuel Cano

Credits

Drehbuch: Lucrecia Martel

Originalvorlage: Antonio di Benedetto

Kamera: Rui Poças

Schnitt: Miguel Schverdfinger, Karen Harley

Kostüme: Julio Suárez

Ton: Guido Berenblum

Produzent: Benjamín Doménech, Santiago Gallelli, Matias Roveda, Vânia Catani

Koproduzent: P. Almodóvar, A. Almodóvar, E. García, M.P. Macia, C. Gadéa, J. P. Galli, J. Vera, A. Cacetta, E. Eisenloeffel, L. Petit, J. de Vries, M. Merkt, u.a.

Produktion (Firma): Rei Cine SRL

Koproduktion (Firma): Bananeira Filmes

Weltvertrieb: The Match Factory

Verleih: Grandfilm GmbH

Regie: Lucrecia Martel

Biografie

Lucrecia Martel wurde 1966 in Salta im Norden Argentiniens geboren. Als Teenager filmte sie immer wieder ihre große Familie. 1986 zog Martel nach Buenos Aires, um zunächst Kommunikationswissenschaften und dann Film an der Avellaneda Experimental (AVEX) und der Escuela Nacional de Experimentación y Realización Cinematográfica (ENERC) zu studieren. Nach einer Reihe von Kurzfilmen, darunter REY MUERTO (1995), der auf zahlreichen internationalen Festivals mit Preisen ausgezeichnet wurde, begann sie, Dokumentationen fürs Fernsehen zu drehen. Für ihr Drehbuch zu LA CIÉNAGA (2001) erhielt sie den Sundance Filmmakers Award und bei der Berlinale 2001 den Alfred-Bauer-Preis für das beste Debüt. Zu ihren Filmen gehören außerdem LA NIÑA SANTA (2004), LA MUJER SIN CABEZA (2008) und ZAMA (2017), bei denen sie das Drehbuch schrieb und Regie führte. Ihre Filme wurden unter anderem in Cannes, Berlin, Venedig, Toronto, New York, Sundance und Rotterdam gezeigt. Zudem gab es bereits mehrere Retrospektiven zu ihrer Arbeit auf Filmfestivals sowie renommierten Institutionen wie die Universitäten in Harvard und Berkeley sowie dem London Tate Museum oder dem Lincoln Center in New York. Martel gehört zu den wichtigsten lateinamerikanischen Filmemacherinnen.

Vorstellungen

Dienstag, 03.07.2018, 18:00 Uhr (138 Min.)
Gloria Palast

Nach dem Film: Q&A mit Regisseurin Lucrecia Martel

Mittwoch, 04.07.2018, 19:30 Uhr (123 Min.)
Atelier 1