MACKIE MESSER – BRECHTS DREIGROSCHENFILM

Nach dem überragenden Welterfolg von „Die Dreigroschenoper“ will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom „Dreigroschenfilm“ ist radikal, kompromisslos, politisch, pointiert. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird. Ihr geht es nur um den Erfolg an der Kasse. Während vor den Augen des Autors in seiner Filmversion der Dreigroschenoper der Kampf des Londoner Gangsters Macheath mit dem Kopf der Bettelmafia Peachum Form anzunehmen beginnt, sucht Brecht die öffentliche Auseinandersetzung. Er bringt die Produktionsfirma vor Gericht, um zu beweisen, dass die Geldinteressen sich gegen sein Recht als Autor durchsetzen. Ein Dichter inszeniert die Wirklichkeit – das hat es noch nie gegeben!


Nach „Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht und Kurt Weill unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann sowie „Die Beule – Ein Dreigroschenfilm", „Dreigroschenroman", „Der Dreigroschenprozeß – Ein soziologisches Experiment“ und weiteren Texten von Bertolt Brecht.

tags: Geschichte, Gesellschaft, Literatur, Musik, Spielfilm

Darsteller: Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung, Joachim Król, Claudia Michelsen, Britta Hammelstein, Robert Stadlober

Credits

Drehbuch: Joachim A. Lang

Kamera: David Slama

Schnitt: Alexander Dittner

Musik: Walter Mair, Kurt Schwertsik

Produktionsdesign: Benedikt Herforth

Kostüme: Lucia Faust

Produzent: Michael Souvignier, Till Derenbach

Koproduzent: Sandra Maria Dujmovic, Sebastian Schelenz, André Sommerlatte, Andreas Schreitmüller

Produktion (Firma): Zeitsprung Pictures GmbH

Koproduktion (Firma): Südwestrundfunk (SWR), Arte, Velvet Films

Verleih: Wild Bunch Germany

Regie: Joachim A. Lang

Biografie

Joachim A. Lang wurde 1959 in Spraitbach geboren. In seiner mit Auszeichnung bewerteten Dissertation beschäftigte er sich mit der Verfilmung von Brechts epischem Theater, besonders auch der „Dreigroschenoper". Er war acht Jahre lang Künstlerischer Leiter des Brecht-Festivals und realisierte eine Vielzahl von Projekten und Filmen über den Dichter. Lang ist Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und Professor an der Filmakademie Baden-Württemberg. Als Autor und Regisseur realisierte er große Spiel- und Dokumentarfilme, unter anderem: GEORGE, BRECHT – DIE KUNST ZU LEBEN, DIE DEUTSCHLANDREVUE, DENKEN HEISST VERÄNDERN, SCHÖN WAR DIE ZEIT – DAS JAHRHUNDERT UND SEINE SCHLAGER. Seine Arbeiten wurden mit den wichtigsten Film- und Fernsehpreisen ausgezeichnet, unter anderem: Deutscher Fernsehpreis, New York Festival, Bayerischer Fernsehpreis, Goldener Löwe, LiteraVision, Medienethik Award, Goldener Telix, Medienpreis Entwicklungspolitik. Im SWR arbeitet Lang als Ressortleiter sowie als Autor und Regisseur.

Vorstellungen

Freitag, 29.06.2018, 20:30 Uhr (130 Min.)
Rio 1

Filmteam ist anwesend

Samstag, 07.07.2018, 17:30 Uhr (130 Min.)
Rio 1