Das sollten Sie wissen...
Stummfilm

Die Frau, nach der man
sich sehnt
Stummfilm Mit Livemusik von Aljoscha Zimmermann
Die Fabrik der Familie Leblanc steht dicht vor dem Bankrott, als sich Erwin Leblanc die Chance bietet, die Tochter eines reichen Industriellen zu heiraten und so das Werk zu sanieren. Aber Erwin begegnet auf der Hochzeitsreise Stascha, verliebt sich in sie und lässt seine Frau im Stich. Stascha lebt mit Dr. Karoff zusammen, der sie durch ein Verbrechen, das er früher mit Staschas Wissen begangen hat, an sich fesselt.
Als Karoff entdeckt, dass Stascha
mit Erwin fliehen will, droht er mit Selbstanzeige. Das beichtet
Stascha verzweifelt Erwin; dieser informiert die Polizei, die
daraufhin Karoff verhaftet. Bevor er abgeführt wird, erschießt
Karoff Stascha. Sie stirbt in Erwins Armen.
Nach dem gleichnamigen Roman von: Max Brod
Transit Film
Schaudernd, sagt Max Brod, habe er Kritiken über meine Verfilmung
seines Romans gelesen. Berichte über Stellen, die in seinem Roman
nicht vorkommen, ja dem Sinn völlig zuwiderlaufen. Warum, frage
ich, urteilt der Dichter nach solchen Berichten, warum sieht er
sich nicht den Film selber an und bildet sich ein eigenes Urteil?
Daß in dem Film Stellen vorkommen, die es im Buch nicht gibt, sei
gerne zugegeben. Der Film hat eben seine eigenen Gesetze und
verlangt das. Doch leugne ich entschieden, daß der Film dem Sinn
seines Buches zuwiderlaufe, - ich habe mir im Gegenteil die denkbar
größte Mühe gegeben, gerade die Grundidee so klar und einfach wie
nur möglich herauszuschälen.
Kurt Bernhardt: Roman und Filmindustrie, in: Film-Kurier, Berlin, 11. Jg., Nr. 121, 22.5.1929
Laßt Frauen sprechen! - - "Die ist ja süüß" - spitzen sich ihre Lippen, wenn sie im Foyer vor Marlene Dietrichs Bildnis stehen. Und die Männer schließen sich schweigend diesem zwar schlicht und kunstlos, aber durchaus trefflich formulierten Urteil an. Sie zehren mit Vergnügen an den Greta-Garbo-Fragmenten, wo diese sich nur immer blicken lassen: in der gleitenden, fast somnambulen Art der Bewegung, in dem schweren, langsamen Aufgehen der Lider und ihrem Halbgeschlossenbleiben, in dem traumhaft müden Sichfallenlassen in die Gebärde.
Nach dem gleichnamigen Roman von: Max Brod
Transit Film
Kurt Bernhardt: Roman und Filmindustrie, in: Film-Kurier, Berlin, 11. Jg., Nr. 121, 22.5.1929
Laßt Frauen sprechen! - - "Die ist ja süüß" - spitzen sich ihre Lippen, wenn sie im Foyer vor Marlene Dietrichs Bildnis stehen. Und die Männer schließen sich schweigend diesem zwar schlicht und kunstlos, aber durchaus trefflich formulierten Urteil an. Sie zehren mit Vergnügen an den Greta-Garbo-Fragmenten, wo diese sich nur immer blicken lassen: in der gleitenden, fast somnambulen Art der Bewegung, in dem schweren, langsamen Aufgehen der Lider und ihrem Halbgeschlossenbleiben, in dem traumhaft müden Sichfallenlassen in die Gebärde.
Erwin Goelz, in: Deutsche Allgmeine Zeitung, Berlin,
1929











