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BAD GIRL AVENUE
Auf beunruhigende Weise glaubwürdig verarbeiten Frauen ihre Männer zu Mimöschen: um sie dann nach Bedarf wieder Auswildern zu können.
Meet the director

Klaus Lemke
Klaus Lemke wurde 1940 in Landsberg an der Warthe geboren. Er wuchs in Düsseldorf auf, arbeitete unter anderem als Asphaltierer. Studium der Kunstgeschichte und Philosophie – nach sechs Semestern abgebrochen. Regieassistenzen in München 1963 und 1964, u.a. bei Fritz Kortner. Schrieb für die Zeitschrift „Film“, drehte sechs Kurzfilme im Kontext der „Neuen Münchner Gruppe“. Etablierte sich bald als der „König von Schwabing“. 1967 legte er seinen ersten Langfilm 48 STUNDEN BIS ACAPULCO vor. Drehte einiges fürs Fernsehen. Sein erster Film für den WDR sorgte 1968 für einen Skandal: BRANDSTIFTER setzte sich direkt mit dem Berliner Kaufhausanschlag von Gudrun Ensslin und Andreas Baader auseinander. Zu Lemkes Handschrift gehört der Verzicht auf ausgearbeitete Drehbücher, die Lust am Echten und Rohen, die Arbeit mit Laiendarstellern. Mit Cleo Kretschmer und Wolfgang Fierek drehte er mehrere Film, darunter AMORE (1977/1978), der den Grimme-Preis gewann. Legendär: Lemkes in Hamburg gedrehter Film ROCKER von 1972. Weitere Filme wie DIE RATTE (1992) oder DANCING WITH DEVILS (2008) wurden ebenfalls in Hamburg gedreht. SCHMUTZIGER SÜDEN (2010) handelte dann von einem jungen Mann aus Hamburg, der in München schöne Frauen verführen will und merken muss, dass die Zeiten sich geändert haben. 2014 wurde Klaus Lemke beim FILMFEST MÜNCHEN mit einer Reihe seiner Hamburger Filme geehrt. Nach UNTERWÄSCHELÜGEN (2016) und MAKING JUDITH (2017) hat nun BAD GIRL AVENUE (2018) Weltpremiere beim Filmfest.