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Montag, 20.05.2019

Die Preise auf dem 37. FILMFEST MÜNCHEN

Margot Hielscher Preis, Starter-Filmpreise und Kinoprogrammpreise neu dabei

Louis Garrel (© Shanna Besson)

In diesem Jahr werden im Rahmen des FILMFEST MÜNCHEN vier neue Preise verliehen. Neu hinzu kommt neben dem CineCoPro Award auch der mit 10.000 Euro dotierte Margot Hielscher Preis. Außerdem werden die Kinoprogrammpreise sowie die Starter-Filmpreise erstmalig im zeitlichen Rahmen des FILMFEST MÜNCHEN vergeben.

 

Margot Hielscher Preis

Im Rahmen des 37. FILMFEST MÜNCHEN wird in diesem Jahr erstmals der neu gestiftete Margot Hielscher Preis vergeben. Die Auszeichnung wird an eine herausragende nationale oder internationale Künstlerpersönlichkeit verliehen, die sich bereits in jungen Jahren durch Vielseitigkeit und Leistungen in verschiedenen kulturellen Disziplinen ausgezeichnet hat. Preisträger ist der französische Schauspieler und Regisseur Louis Garrel. Gestiftet wird das Preisgeld von 10.000 Euro durch den Neffen der 2017 verstorbenen Schauspielerin und Sängerin Margot Hielscher, den Medienverlagsmanager Peter Graf von Schall-Riaucour. Er ist der Sohn von Margot Hielschers 97-jähriger Schwester Anita.

Die Preisverleihung findet zu Ehren von und im Gedenken an Margot Hielscher statt, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte. Hielscher begann ihre Laufbahn als Kostümbildnerin beim Film, wurde bald für die Leinwand entdeckt und avancierte zu einem der wenigen deutschen Weltstars ihrer Zeit. Neben ihren großen Film- und Fernsehrollen trat sie auch als Moderatorin, Theater- und Musicalschauspielerin sowie als Sängerin auf und vertrat so die Bundesrepublik zweimal beim Eurovision Song Contest. Die beliebte Wahlmünchnerin ließ sich nie auf eine Rolle festlegen und leistete als Gastgeberin der ersten deutschen Late Night Talkshow wichtige Pionierarbeit. Diese künstlerische Vielseitigkeit ist der Ausgangspunkt des Margot Hielscher Preises, der gezielt junge künstlerische Multitalente auszeichnen wird.

In Louis Garrel wird 2019 ein französisches Ausnahmetalent mit diesem Preis geehrt. Der 35-Jährige ist mit seiner aktuellen Regiearbeit EIN TREUER MANN, bei der er auch das Drehbuch mitschrieb und eine Hauptrolle übernahm, beim diesjährigen FILMFEST MÜNCHEN vertreten. Seinen internationalen Durchbruch erlangte Garrel bereits im Alter von 20 Jahren durch eine Hauptrolle in Bernardo Bertoluccis THE DREAMERS, 2015 feierte Garrel mit LES DEUX AMIS sein Regiedebüt.

„Dieser Preis ist absolut im Sinne meiner Tante“, so Stifter Peter Graf von Schall-Riaucour. „Sie hat immer international gedacht und war eine große Verehrerin des französischen Kinos. Über unseren Preisträger Louis Garrel freue ich mich daher außerordentlich. Ich bin sehr stolz auf meine Tante, die so vielen Menschen Freude bereitet hat, und ich hoffe, dass dieser Preis ihren Namen weitertragen und an ihre großartigen Leistungen erinnern wird.“

Der Preisträger wurde vom Programmer-Team des FILMFEST MÜNCHEN in Abstimmung mit dem Preisstifter gekürt. Ermöglicht wird der Preis auch durch die Unterstützung des ehemaligen Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude.

Der Margot Hielscher Preis wird am Mittwoch, den 3. Juli 2019, im Rahmen einer feierlichen Gala im Carl-Orff-Saal im Gasteig verliehen. Musikalisch begleiten werden den Abend Götz Alsmann sowie Alice und Ellen Kessler, Freunde und Weggefährten von Margot Hielscher, deren Verhältnis von gegenseitiger Hochachtung und Bewunderung geprägt war. Im Anschluss an die Preisverleihung wird Garrels EIN TREUER MANN als Deutschlandpremiere gezeigt.

 

Starter-Filmpreise der Landeshauptstadt München

Auf eine lange Tradition blickt die Verleihung der seit 1985 vergebenen Starter-Filmpreise der Landeshauptstadt München zurück. In diesem Jahr findet die Veranstaltung erstmals im Rahmen des FILMFEST MÜNCHEN statt. Jährlich werden drei mit jeweils 6.000 Euro dotierte Starter-Filmpreise an künstlerisch herausragende Filme insbesondere von jungen, noch nicht etablierten Münchner Filmemacher*innen vergeben. So sollen aufstrebende, innovationsfreudige Regie-Nachwuchstalente aus der Region gefördert werden. Zu den Preisträger*innen der vergangenen Jahre gehören inzwischen etablierte deutsche Regiegrößen wie Maren Ade, Philip Gröning oder Oliver Haffner.

Die Starter-Filmpreise werden am Freitag, den 28. Juni 2019, um 14:00 Uhr im Carl-Orff-Saal im Gasteig verliehen.

 

Kinoprogrammpreise der Landeshauptstadt München

Die 2002 eingeführten Kinoprogrammpreise der Landeshauptstadt München werden in diesem Jahr ebenfalls erstmalig im Rahmen des FILMFEST MÜNCHEN verliehen. Sechs mit jeweils 7.500 Euro dotierte Preise zeichnen jährlich kleinere engagierte Filmtheater aus, um deren bedeutende Rolle für die vielfältige Kinokultur der Stadt zu betonen. Gewürdigt werden die Bemühungen der Betreiber*innen um ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programmangebot. Der Preis soll ein Bewusstsein und Anerkennung für die künstlerisch wie soziokulturell wertvollen Programme schaffen. Das Preisgeld dient dazu, die Gewinner*innen bei der Durchführung und Aufrechterhaltung des qualitativ hochwertigen Spielbetriebs zu unterstützen und die Filmtheater in ihrer Existenz abzusichern.

Die Preisverleihung findet am Montag, den 1. Juli 2019, um 14:00 Uhr in der Black Box im Gasteig statt. Im Anschluss daran wird eine Diskussionsrunde mit dem Titel „Quo vadis, Kino?“ stattfinden.

Die Preisträger*innen 2019 sind:

Thomas Kuchenreuther für das ABC Kino
Markus Eisele und Christian Pfeil für das Arena Filmtheater
Fritz und Christoph Preßmar für das Filmtheater Sendlinger Tor
Thomas Wilhelm für das Neues Rex Filmtheater
Elisabeth Kuonen-Reich (†) für den Rio Filmpalast
Wolfgang Bihlmeir, Bernd Brehmer, Doris Kuhn und Erich Wagner für das Werkstattkino

 

Neben den erwähnten neuen Preisen werden auf dem FILMFEST MÜNCHEN 2019 die folgenden Preise vergeben:

CineMerit Award

ARRI/OSRAM Award

CineVision Award

CineCoPro Award

Förderpreis Neues Deutsches Kino

Bernd Burgemeister Fernsehpreis

BAYERN 2 und SZ Publikumspreis

Kinderfilmfest-Publikumspreis

Fipresci Preis

ONE-FUTURE-PREIS

Kinder-Medien-Preis „Der weiße Elefant“

13th Street Shocking Short

Fritz-Gerlich-Preis

Transmedia Preis