Installationen und Performances
Filmfest 2002

Expanded Media – Installationen und Performances Donaumusik (Performance) Peider A. Defilla (2001/2002, eine virtuelle Videooper in drei Akten, 45‘00“) DONAUMUSIK ist eines der ersten Bühnenstücke, die sich mit den Auswirkungen der Anschläge auf die Twin-Towers in New York am 11. September 2001 auseinandersetzen. Bei der Uraufführung fanden ganz aktuelle Bilder und Zitate ebenso Einsatz wie Zitate aus dem 1. Weltkrieg, aus der Zeit der Hexenverfolgung und aus der chinesischen Antike. Der Film befasst sich mit der Frage nach dem Sinn des Komponierens in der Mediengesellschaft und beantwortet diese mit den Mitteln der Collage. Die Aufführenden sind Player, sie agieren und reagieren aufeinander wie Musiker im Jazzensemble, arbeiten mit den Medien wie ein Musiker mit seinem Instrument. Das Bühnenbild besteht ausschließlich aus Projektionen, die live entstehen. Cymatic Cinemathek (Installation) Matthias Fitz (2001, Interaktive Klang- und Videoinstallation, 5‘30“) KYMATISCHE KINEMATHEK ist eine Einrichtung zur Sichtung internationaler Kinoproduktionen. Der Betrachter kann aus einer Kollektion von etwa hundert Produktionen auswählen und den Film seiner Wahl an einem von fünf Tischen betrachten. Er hört den Ton des Films auf konventionelle Art über Kopfhörer, das elektronische Signal für das Bild jedoch wird einem mit Wasser gefüllten Lautsprecher zugeleitet. Die Amplituden und Frequenzänderungen des Bildsignals erzeugen ständig wechselnde Strukturen in der Wasseroberfläche. Manchmal ergeben sich konkrete, öfter jedoch abstrakte Korrespondenzen zwischen Tonspur des Films und den Reaktionen des Wassers. Nicht da lang (Installation) Anja Streljetz (2001, Super8, 4‘05“) Ein Band zieht vorbei. Seine Bilder ruhen nebeneinander, fließen in ihrer Eigenzeit. Eine Frau im Schaukelstuhl. Steine in den Wänden, in Händen, ein Türknauf. Ein Mann führt das Kind weg, ein Blick, Sommer, Ruhe. Eine gleitenden Hand. Echolalia Revisited (Installation) Yuki Jungesblut (2002, DV, 5‘40“) "I had a night dream the people swarmed the public square and pointed laughingly at me and I was filled with shame and fear" Eine Ausstellung vorfinden. Einen Satz als Vorlage nehmen. Einen audiovisuellen Trip konstruieren. Die Ausstellung wiederfinden und fühlen. Über eine reine Dokumentation hinausgehen. "Echolalia" war eine Ausstellung von Penny Yassour im Kasseler Kunstverein im Jahr 2001.