Surreale Kurzfilme
Filmfest 2002

Occupation Clemens von Wedemeyer (2002,7‘00“) 200 Statisten warten auf einem markierten Rechteck; außen herum ein Filmteam, das hier in der Dunkelheit eine Massenszene inszeniert. Die Menge reagiert auf ihre missverständlichen Aufforderungen mit immer neuen Formationen, und ebenso reagiert das Team, das beschäftigt, müde und ängstlich mit aller Macht die Mittel des Kinos ausspielt. Ein Film über das Kino. Zweihundert Statisten und ein Filmteam. Zero Sebastian Bieniek (2002, 9‘00“) ZERO ist ein Experimentalfilm, der sich gleichermaßen auf christliche Ikonographie wie auf den 11. September bezieht. Dichter Lars Henning Jung (2001, 8‘00“) Wer nicht mehr weinen kann, blutet. Ein Man ist apathisch und emotional erstarrt. Als er aus diesem Zustand ausbricht, ist das Ergebnis zugleich erlösend und erschreckend. Jemand musste K. verraten haben Philip Haucke (2002, 16 mm, 9‘30“) Ein junger Mann wird verschleppt. Von seinen Entführern mit Klebeband verschnürt an einen geheimnisvollen Ort gebracht, versucht er, sich aus seiner hoffnungslosen Lage zu befreien. Aggigma Giuliano Vece und Petra Volpe (2002, 14‘19“) Was wollte A eigentlich Warum hat B sich aufgelehnt? Und wie kann C alles kontrollieren, aber D der Grund aller Ursachen sein? Ein Poem über zwei verlorene Brüder, eine verspielte Elfe und das unbekannte Vierte. 1/2 Mensch Marc Orband (2001, 43‘00“) Kyra und Jan sind füreinander bestimmt, doch metaphysische Überschneidungen ihrer Wahrnehmungen und massive körperliche Reaktionen nach gegenseitigen Berührungen machen den direkten Kontakt vollkommen unmöglich. Die ungewöhnliche Intensität ihrer Liebe würde eine Trennung trotzdem niemals in Betracht ziehen. Als Kyra einem merkwürdigem Fotografenpärchen begegnet, das eine Fotoreihe über den Mythos des Kugelmenschen erstellt, zeichnet sich für Kyra und Jan eine Lösung ihrer schmerzhaften Beziehung ab.

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