Südostpassage
Filmfest 2003

Auf alten Transit- und Handelswegen erkundet Ulrike Ottinger in der dreiteiligen Dokumentation „Südostpassage“ die verfallenen Imperien Südosteuropas. Von Berlin über Odessa bis Istanbul durchstreift sie die zu weißen Flecken auf der politischen Landkarte gewordenen Territorien. Dabei zeichnet die Wahl-Berlinerin mit eindrucksvollem Blick fürs Detail ein Porträt von Menschen, denen es nicht gelang, vom Ende des Kalten Kriegs zu profitieren und für welche sich die offeneren Grenzen in der realen Auswirkung nur als noch unüberwindlicher erweisen. Eine dichte Montage aus bewegten Bildern und Fotografien, in der die Künstlerin literarische und musikalische Zitate sowie historische Dokumente zu einem fein gewobenen Bild- und Tonteppich zusammenfügt.

tags: Dokumentarfilm

Credits

Regie: Ulrike Ottinger