Das Meer kommt
Filmfest 2003

Er wäre Akira Kurosawas („Rashomon“) 31. Film geworden, den der 1998 verstorbene Altmeister des japanischen Kinos jedoch nie vollenden sollte. Stattdessen bat er in seinem mit detaillierten Regieanweisungen versehenen Testament, sein Projekt, die Adaption zweier Shugoro-Yamamoto-Geschichten, Kei Kumai anzuvertrauen, dessen Fähigkeit, weibliche Gefühle einzufangen, ihn nachhaltig beeindruckt hatte. So schuf letztlich der für Sozialdramen wie „The Sea and the Poison“ oder „Darkness in the Light“ gefeierte Kumai das farbenprächtige, poetische Meisterwerk „Das Meer kommt“. Darin träumt eine junge Prostituierte Mitte des 19. Jahrhunderts allen Widrigkeiten zum Trotz vom Leben als ehrbare Ehefrau. Ein poetisches, kammerspielartiges Drama über die Unterdrückung der Frau in der patriarchalisch geprägten Edo-Epoche.

tags: Spielfilm

Darsteller: Misa Shimizu, Nagiko Tôno, Masatoshi Nagase, Hidetaka Yoshioka

Credits

Regie: Kei Kumai