americana #1, #2, #3
Filmfest 2003

„americana #1“: Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse im Irak und der damit verbundenen Rückkehr ins Zeitalter des C...boys entstand diese Arbeit. Worte aus den Reden von George W. Bush werden sowohl auf der Tonebene als auch auf der Bildebene isoliert. Die Bildebene vermischt seine Worte mit allgemeinen englischen Begriffen. In dieser Interferenz von Ton und Bild wird collagenhaft Bildmaterial arrangiert, wobei George W. Bush, der TV-Prediger sich über die Grundwerte amerikanischen Lebens stellt.
„americana #2“: The return of the cowboy. Der Cowboy als zentrale Leitfigur Amerikas, ein Einzelgänger der die Welt in Gut und Böse unterteilt. Der Ton eine Soundcollage, die einen Satz aus einer Bushrede verwendet.
„americana #3“: America is repetition oder wenn wir an Amerika, vielmehr das Amerikanische, denken, beten wir ständig die Litanei von furchtlosen unabhängigen freien materialistischen peniblen ungewöhnlich-gekleideten kaugummikauenden slangsprechenden sektenfanatischen lebenbejahenden servilen fernsehenden stolzen schwafelnde comic-lesenden bewaffneten multikulturellen drogensüchtigen ungebildeten souveränen Menschen mit Cowboyhüten, dicken Autos, Piepsstimmen, Baseballmütze und Lasso, die lässig in der einen Hand eine Cola, mit ein paar flapsig dahingesagten Sätzen unsere Welt regieren.

tags: Experimentalfilm, Kurzfilm

Credits

Regie: Oliver Franken