Faust: Eine deutsche Volkssage
Filmfest 2007

Basierend auf Motiven des Goethe-Klassikers erzählt der Film die Geschichte des Gelehrten Faust, der von Mephisto in Versuchung geführt wird. Mephisto hatte nämlich in einem Streit mit dem Erzengel Gabriel behauptet, er könne jeden Menschen vom Weg Gottes abbringen. Um den alten Faust zu verführen, lässt Mephisto das Land von der Pest heimsuchen; da die sterbenden Menschen den Gelehrten um Hilfe anflehen und dieser trotz seiner Gebete keine Hilfe von Gott erhält, sucht er Rat beim Teufel. Um ihn für sich zu gewinnen, verspricht Mephisto Faust die ewige Jugend und alle Schätze dieser Welt. Faust lässt sich auf den Pakt ein und verschreibt damit seine Seele dem Teufel ... – "Der FAUST-Film ist in einer Interessentenvorführung gezeigt worden. Etwas muß über den Film schon jetzt gesagt werden, weil es bei der Premiere zu spät ist. Das sind die Filmtitel. Bekanntlich hat die Ufa Gerhart Hauptmann mit ihrer Ausführung betraut. In einer Montags-Zeitung wurden Proben aus den kommenden Titeln veröffentlicht. Und die schlimmste Befürchtung des Filmmenschen ist eingetroffen: Die Faust-Titel sind in Versform gehalten. Was das für das Tempo des Films und seinen Rhythmus bedeutet, das werden die Leute, die in dem verfilmten Faust nur den Versuch des Films sehen, ein höheres "literarisches" Niveau zu erreichen, nie begreifen. Nun hat aber der gestern gezeigte Faust-Film schon Titel. Sie sind knapp gehalten, ihre Sprache ist schön und würdig – und sie sind in Prosa geschrieben. Denen, die den Film lieben, gebe man einen Faustfilm mit Filmtiteln."
Georg Herzberg, Film-Kurier, 1926

tags: Spielfilm

Darsteller: Gösta Ekman, Emil Jannings, Camilla Horn, Frida Richard, William Dieterle

Credits

Regie: F.W. Murnau