Tir
Filmfest 2014

Weil er als Lehrer in Bosnien unterbezahlt ist, arbeitet Branko als Truckfahrer für eine italienische Firma. Auf seinen Touren durchquert er Europa, fern der Heimat, weit weg von der Familie. Der Slowene Branko Zavrsan, bekannt aus dem Oscar-Gewinner NO MAN’S LAND, hat tatsächlich über 30 000 Kilometer zurückgelegt und interagiert mit Klienten und anderen Fahrern, die alle nicht wissen, dass er ein Schauspieler ist. Ein Spielfilm, dokumentarisch-nah am echten Leben on the road.

"TIR ist eigentlich kein Film über einen Lastwagenfahrer, sondern ein Film über ein Paradoxon: Du hast einen Job, der dich meilenweit weg führt von deiner Familie, deinen Lieben, die letztlich aber die Menschen sind, für die du diesen Job machst. Der Schreibprozess dauerte mehr als vier Jahre. Während dieser Zeit wechselte ich zwischen Feldforschung und Grübeln über das Material, das wir gesammelt hatten, in einem ständigen kreativen Spannungsfeld zwischen Fiktion und dokumentarischen Elementen. Und während all dem explodierte um uns herum diese Krise, die als rein wirtschaftliche zu definieren nicht nur zu kurz greifen würde, sondern schlicht falsch wäre. ... Mein Wunsch ist es, dass der Film als Metapher des heutigen Lebens gesehen wird und er ist für mich dann gelungen, wenn er es schafft, jeden Einzelnen anzusprechen, der in seinem Leben ein ähnliches Paradoxon durchleben muss."
Alberto Fasulo

tags: Arbeit, Beziehung, Gesellschaft, Roadmovie, Spielfilm, Wirtschaft

Darsteller: Branko Zavrsan, Lucka Pockaj, Marijan Sestak

Credits

Drehbuch: Enrico Vecchi, Carlo Arciero, Alberto Fasulo, Branko Zavrsan

Kamera: Alberto Fasulo

Schnitt: Johannes Hiroshi Nakajima

Ton: Giancarlo Rutigliano

Produzent: Alberto Fasulo

Produktion (Firma): Nefertiti Film

Weltvertrieb: Fandango Sales

Regie: Alberto Fasulo