Periscópio
Filmfest 2014

Altersfreigabe

Zwei Männer in einem miesen Apartment, vereint in einer Beziehung zwischen Fürsorge, Streit und Langeweile. Bis eines Tages ein Periskop durch den Boden bricht. Jemand schaut sie an: der Nachbar, die NSA, Gott? Wie verändert sich das Verhalten, wenn man sich beobachtet fühlt? Regisseur Kiko Goifman spielt in surrealer Atmosphäre mit dieser Frage – und schafft zugleich ein sensibles Kammerspiel über Einsamkeit und Marginalisierung.

"Der Film wurde ausschließlich in einer Wohnung in Sao Paulo gedreht. ... Am Anfang sind die Lebensumstände der beiden Männer (Éric, der fast achtzig ist und Élvio, halb so alt) unerträglich. Gegenseitige Provokationen, symbolische und tatsächliche Gewalt herrschen vor. Die Geschichte ist bewusst verschachtelt erzählt, so dass man zunächst meint, die beiden seien Nachbarn, dann Vater und Sohn, bis man erfährt, dass der Jüngere der Pfleger des Älteren ist. Die Eintönigkeit und der repetitive Kreislauf der Tage werden abrupt durchbrochen, als aus der darunter liegenden Wohnung ein Periskop durch den Zimmerboden bricht. Zuerst sind die beiden verängstigt. Dann folgt die Erfüllung: Jemand aus der äußeren Welt ist an ihren trübseligen Leben interessiert. Sie beginnen etwas vorzuführen, für das Periskop zu singen und zu tanzen. Bis noch weitere Dinge auftauchen…"
Kiko Goifman

tags: Älterwerden, Einsamkeit, Freundschaft, Lateinamerika, Spielfilm, Surreal

Darsteller: Jean-Claude Bernardet, João Miguel

Credits

Drehbuch: Jean-Claude Bernardet, Kiko Goifman

Kamera: Julia Zakia

Schnitt: Vânia Debs, Olivia Brenga

Musik: DJ Dolores

Produktionsdesign: Maíra Mesquita

Kostüme: Maíra Mesquita

Ton: DJ Dolores

Produzent: Jurandir Müller

Produktion (Firma): Paleoteve Produção Cultural

Weltvertrieb: Paleoteve Produção Cultural

Regie: Kiko Goifman