Ein Augenblick Liebe
Filmfest 2014

Judith ist Ärztin aus Überzeugung. Sie will Kardiologin werden und absolviert einen Teil ihrer Facharztausbildung in der chronisch unterbesetzten Notaufnahme eines Krankenhauses. Als ihr während einer besonders harten Schicht ein Fehler unterläuft, stirbt eine Patientin. Judith ist erschüttert und zweifelt an ihrer Eignung als Ärztin. Doch die Menschen in ihrem Umfeld, darunter ihr Lebensgefährte Mark, raten ihr nur, einfach weiterzumachen wie bisher. Während Judiths Fall untersucht wird, muss sie den Dienst im Notarztwagen übernehmen. Die neue Umgebung und die Distanz zum Klinikalltag lassen bei ihr langsam eine andere Sicht auf die Dinge zu. Sie beginnt, ein krankes System zu erkennen, und muss sich entscheiden: mitschwimmen und Karriere machen oder selbst etwas verändern?

tags: Gesellschaft, Schuld, Spielfilm

Darsteller: Sophie Marceau, Francois Cluzet, Lisa Azuelos, Niels Schneider

Credits

Drehbuch: Lisa Azuelos

Kamera: Alain Duplantier

Schnitt: Stan Collet

Produktionsdesign: Anne Seibel

Ton: Vincent Goujon

Produzent: Lisa Azuelos

Koproduzent: Julien Madon, Romain Le Grand

Produktion (Firma): Bethsabee Mucho

Weltvertrieb: Pathé International

Verleih: Alamode Film

Regie: Lisa Azuelos

Biografie

Eva Wolf, Jahrgang 1970, arbeitet als freie Regisseurin, Autorin, Dozentin und Editorin in Berlin. Sie ist Mitbegründerin des Postproduktionsstudios Superbox Film GbR Zitzmann/Wolf. Vor dem Studium der Filmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF, heute Filmuniversität) Babelsberg Konrad Wolf arbeitete sie im Fernsehbereich für FENSTER AUS BERLIN. An der Filmschule drehte sie im ersten Jahr, 1994, den Kurzdokumentarfilm ICH KENNE KEINE FRAU, DIE... über sexuelle Fantasien von Frauen und darüber, was Männer dazu sagen, der auf dem FILMFEST MÜNCHEN seine Premiere feierte. Mit dem Dokumentarfilm MUMBAI MASALA - BOLLYWOOD FILMINDUSTRY (2001) über die indische Filmszene in Bombay (Mumbai) legte sie ihren Diplomfilm vor, der u.a. auf dem Raindance East Festival in London und auf dem Ethnofilmfest Berlin gezeigt wurde. INTENSIVSTATION (2013), ihr Dokumentarfilm über die schwierigen ethischen Entscheidungen im Alltag einer Intensivstation, lief auf der Duisburger Filmwoche sowie dem Münchner DOK.fest. und wurde für den Deutschen Fernsehpreis 2014 nominiert. DAS MENSCHENMÖGLICHE ist ihr Spielfilmdebüt.