El Sicario, Room 164
Filmfest 2011

Die mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez ist berüchtigt für das Ausmaß an Gewaltverbrechen, die beispielsweise 2009 über 2700 Menschen das Leben kostete. Im Mai des Vorjahres veröffentlichte der US-Journalist Charles Bowden, der selbst in Texas lebt und sich schon seit 15 Jahren mit dem systematischen Morden jenseits der Grenze beschäftigt, ein ausführliches Feature im Harper's Magazine. Der italienische Dokumentarfilmemacher Gianfranco Rosi, der schon früher mit Bowden zusammengearbeitet hatte, bat diesen anschließend um Vermittlung eines Zusammentreffens mit diesem "sicario" (Auftragsmörder). Die Begegnung kam zustande, das Ergebnis ist EL SICARIO, ROOM 164. Der Killer beschreibt letztlich ein perfekt funktionierendes System, welches dem Machterhalt und der Kapitalakkumulation der Bosse dient und auf Basis staatlicher Infrastrukturen und Institutionen mittels gezielter und kontinuierlicher Unterwanderung und Korrumpierung ein Schattenregime bildet. Isabella Reicher

tags: Dokumentarfilm

Credits

Regie: Gianfranco Rosi