CHANT D'HIVER
Filmfest 2016

Der inzwischen 81-jährige Otar Iosseliani, Preisträger der Filmfestspiele Venedig, des Silbernen Bären 2002 und des CineMerit Awards 2011, zeigt einmal mehr seinen feinen Sinn für die hohe Kunst der visuellen Komödie. Sein Film CHANT D’HIVER beginnt mit einem geköpften Grafen wie im Frankreich des 17. Jahrhunderts und springt dann in ein Mietshaus im Paris der Gegenwart. Dort wird von den Bewohnern (z.B.: Michel Piccoli), ihren Hoffnungen und Sorgen erzählt. In Iosselianis Worten handelt sein Film vom Nonsens der Revolutionen und dem dramatischen Chaos, welches jede Revolution mit sich bringt. Vor allem aber dreht sich der Film um Otar Iosselianis Filmkunst, die er hier auch das ein oder andere Mal selbst zitiert.

tags: Frankophon, Gesellschaft, Humor, Komödie, Spielfilm

Darsteller: Rufus, Amiran Amiranashvili, Pierre Étaix, Mathias Jung, Mathieu Amalric, Katja Rupé

Credits

Drehbuch: Otar Iosseliani

Kamera: Julie Grunebaum

Schnitt: Otar Iosseliani, Emmanuelle Legendre

Musik: Nicolas Zourabichvili

Produktionsdesign: Denis Champenois, Vaja Jalaghania

Kostüme: Maïra Ramedhan-Levi, Anne Kalatozisvili

Ton: Anne Le Campion

Produzent: Martine Marignac, Otar Iosseliani

Koproduzent: Jana Karine Sardlishvili

Produktion (Firma): Pastorale Productions

Koproduktion (Firma): Studio 99

Weltvertrieb: Les Films du Losange

Regie: Otar Iosseliani

Biografie

Otar Iosseliani wurde 1934 in Tiflis im heutigen Georgien geboren. Vor seiner Regie-Ausbildung am staatlichen Filminstitut in Moskau studierte er zunächst in Tiflis Musik, dann in Moskau Mathematik. In den späten Fünfzigerjahren arbeitete er als Regieassistent und Redakteur für Dokumentarfilme. Da seine eigenen Filme in der Sowjetunion wiederholt zensiert wurden, emigrierte er 1982 nach Frankreich. Dort drehte er unter anderem LES FAVORIS DE LA LUNE (1984), ET LA LUMIÈRE FUT (1989), LA CHASSE AUX PAPILLONS (1992) und BRIGANDE, CHAPITRE VII (1996). Iosseliani gewann zweimal den großen Preis der Jury von Venedig, außerdem den Silbernen Bären der Berlinale für LUNDI MATIN (2002) und den CineMerit Award 2011 des FILMFEST MÜNCHEN.