ARGENTINA
Filmfest 2016

Musik, Tanz und Leidenschaft: In Carlos Sauras ARGENTINA wirbeln die Röcke, hypnotisieren die Rhythmen, betören die folkloristischen Melodien. Der preisgekrönte Regisseur widmet sich in seinem Dokumentarfilm ganz der argentinischen Folklore. Anhand einiger choreographierter Szenen und Lieder begibt sich der Filmemacher auf eine persönliche Reise durch die verschiedenen Regionen Argentiniens und ihr faszinierendes Erbe. Dabei trifft und porträtiert Saura einige der bekanntesten Künstler und Gruppen des Landes wie Pedro Aznar, Soledad Pastorutti, Jaime Torres und Mercedes Sosa. ARGENTINA ist ein ausgeklügeltes Spiel mit Licht und Schatten, das die Magie der populären Volksmusik beschwört. Eine Hommage an die uralte aber dennoch lebendige Tradition und Kultur Argentiniens.

tags: Dokumentarfilm, Gesellschaft, Lateinamerika, Musik, Tanz

Mit: El Chaqueno Palvecino, Soledad Pastorutti, Jairo, Liliana Herrero, Luis Salinas

Credits

Drehbuch: Carlos Saura

Kamera: Felix Monti

Schnitt: Cesar Custodio, Iara Rodriguet Vilardebó

Musik: Lito Vitale

Produktionsdesign: Pablo Maestre Galli

Kostüme: Marcela Vilariño

Ton: Fernando Soldevila

Produzent: Marcelo Schapces, Mariana Erijimovich, Alejandro Israel

Koproduzent: José Velasco, Stéphane Sorlat

Produktion (Firma): Barakacine Producciones

Koproduktion (Firma): Mondex&cie, Zebra Producciones

Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

Regie: Carlos Saura

Biografie

Carlos Saura wurde 1932 in Huesca, Spanien als zweites von vier Kindern eines Rechtsanwaltes und einer Pianistin geboren. Sein Maschinenbau-Studium brach Saura ab, um sich zunächst als Fotograf einen Namen zu machen, bevor er am Instituto de Investigaciones y Experiencias Cinematográficas (IIEC, jetzt bekannt als „Escuela Oficial de Cinematografía“) Film studierte. Dort unterrichtete er anschließend bis 1963 Filmregie. Sauras filmisches Werk wurde besonders durch den Spanischen Bürgerkrieg und den italienischen Neorealismus geprägt. Er ist ein vielfach preisgekrönter Regisseur, dessen Filme ihm drei Oscar-Nominierungen einbrachten. In den Achtzigern erlangte Saura besondere Beachtung für seine Flamenco-Trilogie, die in Zusammenarbeit mit dem bekannten Tänzer und Choreografen Antonio Gades entstand: BODA DE SANGRE (1981), einer Adaption von CARMEN (1983) und EL AMOR BRUJO (1986). 1995 widmete sich Saura mit der Dokumentation FLAMENCO erneut dem spanischen Nationaltanz, bevor er wenige Jahre später im Doku-Drama TANGO (1998) begann, den argentinischen Volkstanz zu erforschen.