POLIZEIRUF 110: WÖLFE
Filmfest 2016

Ein Kriminalfilm als Psychodrama, inszeniert von Christian Petzold: Die junge Kristina ist tot, angegriffen von einem wilden Tier. Die Obduktion ergibt, dass sie zuvor gelähmt wurde, und die Spuren deuten auf einen Wolf hin, der sie zu Tode gebissen haben muss. Kommissar von Meuffels bindet seine Kollegin Constanze Hermann in die Ermittlungen ein, um die Alkoholkranke vor einem Rückfall zu bewahren. Die beiden stoßen auf eine brennend heiße Spur. Von Meuffels glaubt, den Fall zu den Akten legen und ein paar Tage mit Constanze verbringen zu können, für die er stärkere als nur freundschaftliche Gefühle empfindet. Doch dann verschwindet die Kollegin…

Dieser Film wird auch im Rahmen der Retrospektive Christian Petzold am 25.6. um 20 Uhr im Carl-Orff-Saal, Gasteig gezeigt.


Zu diesem Film können mit Hilfe der App GRETA Audiodeskriptionen für Sehgeschädigte auf dem eigenen Device geladen werden. Die App STARKS ist für Hörgeschädigte und liefert Untertitel auf dem eigenen Device.

tags: Liebe, Spielfilm, Tiere, Verbrechen/Mord

Darsteller: Matthias Brandt, Barbara Auer, Sebastian Hülk, Jasna Fritzi Bauer

Credits

Drehbuch: Christian Petzold

Kamera: Hans Fromm

Schnitt: Bettina Böhler

Musik: Stefan Will

Produktionsdesign: K.D. Gruber

Kostüme: Katharina Ost

Ton: Peter Preuss

Produzent: Uli Putz, Jakob Claussen

Produktion (Firma): Claussen+Putz Filmproduktion GmbH

Regie: Christian Petzold

Redakteur: Dr. Cornelia Ackers

TV-Sender: Bayerischer Rundfunk (BR)

Biografie

Christian Petzold wurde 1960 in der nordrhein-westfälischen Stadt Hilden geboren. Nach Abschluss des Zivildiensts zog er 1981 nach Berlin, wo er an der Freien Universität Germanistik und Theaterwissenschaft studierte. Nach seinem Abschluss 1989 folgte ein Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Während dieser Zeit arbeitete er als Regie-Assistent bei Hartmut Bitomsky und Harun Farocki und schrieb als Filmkritiker für diverse Publikationen. 1994 drehte Petzold mit PILOTINNEN seinen Abschlussfilm an der dffb. Nach den Fernsehfilmen CUBA LIBRE und DIE BEISCHLAFDIEBIN drehte er mit DIE INNERE SICHERHEIT (2000) seinen ersten Kinofilm. Das Drama um einen Jugendlichen und seine Eltern, die als Terroristen gesucht werden, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Deutsche Filmpreis in Gold für den Besten Film. 2001 arbeitete Petzold erstmals mit Nina Hoss zusammen (TOTER MANN), mit der er gleich den nächsten Film drehte: WOLFSBURG (2003) wurde bei der Berlinale mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet und erhielt den Adolf-Grimme-Preis in Gold. Mit Nina Hoss drehte Petzold auch YELLA (2007), JERICHOW (2009) und BARBARA (2012). Zu seinen Fernseharbeiten zählt eine Episode des Dreiteilers DREILEBEN (2011). Petzolds jüngster Kinofilm PHOENIX (2013/2014), erneut mit Nina Hoss in der weiblichen Hauptrolle, erhielt u.a. den Preis der internationalen Filmkritik auf dem Filmfestival San Sebastián. Zu den ständigen kreativen Mitarbeitern Petzolds gehören Kameramann Hans Fromm, Cutterin Bettina Böhler, der Filmarchitekt K.D. Gruber und Komponist Stefan Will.