BONES BRIGADE: AN AUTOBIOGRAPHY
Filmfest 2016

Irgendwann zwischen der ersten Krise und der bombastischen Rückkehr des Skatens ins öffentliche Bewusstsein entstand die Bones Brigade. Stacy Peralta, Porträtierter und Porträtierender in diesem Dokumentarfilm, setzte die wilden Anfänge des Sports und Lifestyles mit seinem Geschäftspartner George Powell und diesem handverlesenen Team fort. Außenseiter waren sie damals immer noch, aber nicht mehr unbedingt Rebellen, sondern die Stillen, Schüchternen, Kleinen wie der zehnjährige Steve Caballero. Oder Rodney Mullen, der noch heute so leise und nachdenklich spricht, dass er einen wunderbaren Kontrapunkt setzt zum Tempo der Archiv-Action um ihn herum. Vor einer bunten Wand aus Boards sitzen er und seine Mitstreiter und erinnern sich, während Aufnahmen von damals illustrieren, wie die Jungs der Bones Brigade das Skaten revolutionieren konnten, obwohl sie manchen in der Szene viel zu brav erschienen. Sie brachten zahlreiche neue Moves ins Vokabular des Sports ein – und bescherten ihm mit dem blonden Schlaks Tony Hawk einen seiner ersten und wohl bekanntesten Superstars.

tags: Dokumentarfilm, Freundschaft, Jugend/Coming of Age, Sport

Mit: Steve Caballero, Tommy Guerrero, Tony Hawk, Mike McGill, Lance Mountain

Credits

Kamera: Pat Darrin

Schnitt: Joshua Altman

Musik: Bryan Lee Brown

Produktionsdesign: Beth Goodnight

Ton: Caleb Mose

Produzent*in: Nadine Brown, Stacy Peralta

Produktion (Firma): Nonfiction Unlimited

Koproduzent: Penny Edmiston

Weltvertrieb: The Film Sales Company

Regie: Stacy Peralta

Biografie

Stacy Peralta kam 1957 zur Welt und wuchs in Venice, Los Angeles auf. Er war Mitglied des legendären Zephyr-Skateboard-Teams, das in Catherine Hardwickes DOGTOWN BOYS (2005) ebenso porträtiert wird wie in Peraltas DOGTOWN AND Z-BOYS (2001). Peraltas Karriere als Regisseur begann mit Demovideos, die er in den Achtzigerjahren vor allem mit der Bones Brigade für seine damalige Skateboard-Firma Powell & Peralta inszenierte. Aus dieser Zeit stammt auch der Spielfilm THE SEARCH FOR ANIMAL CHIN (1987), der ebenfalls in diesem Jahr auf dem FILMFEST MÜNCHEN zu sehen ist. Er hat 2004 für RIDING GIANTS den Ursprüngen des Surfer-Lifestyles nachgespürt und 2008 für CRIPS AND BLOODS: MADE IN AMERICA der Bandenkriminalität in Los Angeles.