PROVIDENCE
Filmfest 2016

Sehr lustig, obgleich duster in seinen Themen, inszeniert Regie-Legende Alain Resnais die Geschichte um einen kränklichen alten Autor, der in seinem Bett liegend, zynisch von den Eskapaden seiner Sippschaft berichtet. Oder arbeitet da nur der kreative Geist eines notorischen Trinkers am nächsten Roman? Vergehen und Erschaffen liegen, in diesem erneuten Ausloten der filmischen Möglichkeiten seitens Resnais‘, nah beieinander. Ellen Burstyn war nie umwerfender, John Gielgud: "by far the most exciting film I have ever made”, war selten gemeiner als in diesem Meisterwerk.

tags: Älterwerden, Erinnerungen, Filmemachen, Humor, Spielfilm

Darsteller: Ellen Burstyn, Dirk Bogarde, John Gielgud, David Warner, Elaine Stritch

Credits

Drehbuch: David Mercer

Kamera: Ricardo Aronovich

Schnitt: Albert Jurgenson

Musik: Miklós Rózsa

Produktionsdesign: Jacques Saulnier

Kostüme: Catherine Leterrier

Ton: René Magnol, Jacques Maumont

Produzent: Yves Gasser, Klaus Hellwig, Yves Peyrot

Produktion (Firma): Action Films, Société Française de Production (SFP), France 3 (FR 3), Citel Films

Verleih: Jupiter Films

Regie: Alain Resnais

Biografie

Alain Resnais wurde 1922 in Vannes in Frankreich geboren. Er ist eine Schlüsselfigur der „Rive Gauche“-Gruppe am Rande der Nouvelle Vague (gemeinsam mit Chris Marker, Agnes Varda, Marguerite Duras). Schon mit 14 drehte er Kurzfilme auf Super 8. Stark ist sein Interesse für Zeitgeschichte, besonders eng sein Interesse für Literatur. Resnais‘ Meisterwerke der Sechziger werden gemeinhin als Pendant zum Nouveau Roman angesehen. Seit jeher arbeitete Resnais auch eng mit einigen Autoren zusammen, unter anderem mit Alain Robbe-Grillet. Zu seinen berühmtesten Filmen gehören HIROSHIMA, MON AMOUR (1959), L’ANNÉE DERNIÈRE A MARIENBAD (1961).