NERUDA
Filmfest 2016

Ein Anti-Biopic, eine stilisierte, wilde, energetische Zeitreise in die mythologische wie politische Vergangenheit Chiles: Pablo Neruda, Dichter, Senator, Kommunist, muss 1948 in den Untergrund verschwinden, nachdem er öffentlich scharfe Kritik am amtierenden Präsidenten Gabriel González Videla geübt hat. Gemeinsam mit seiner Frau Delia begibt er sich auf die Flucht, ihnen dabei stets auf den Fersen: Gael García Bernal als schluffiger Ermittler und hochgradig unzuverlässiger Erzähler des Films und der eigenen Verfolgergeschichte.

tags: Geschichte, Lateinamerika, Literatur, Spielfilm

Darsteller: Luis Gnecco, Gael García Bernal, Mercedes Morán, Diego Muñoz, Pablo Derqui

Credits

Drehbuch: Guillermo Calderón

Kamera: Sergio Armstrong

Schnitt: Hervé Schneid

Musik: Federico Jusid

Produktionsdesign: Estefanía Larraín

Kostüme: Muriel Parra

Ton: Miguel Hormazábal

Produzent*in: Juan de Dios Larraín, Alex Zito, Juan Pablo García, Ignacio Rey, Peter Danner, Fernanda del Nido, Jeff Skoll

Produktion (Firma): Fabula, AZ Films, Funny Balloons, Setembro Cine, Participant Media

Koproduzent: Axel Kuschevatsky, Marc Simoncini

Koproduktion (Firma): Telefé, Reborn Production

Weltvertrieb: Funny Balloons

Verleih: Piffl Medien GmbH

Regie: Pablo Larraín

Biografie

Pablo Larraín, geboren 1976 in Santiago de Chile, gehört zu den wichtigsten chilenischen Filmemachern der Gegenwart. Er studierte Film an der Universidad de las Artes, Ciencia y Comunicación de Chile und gründete 2005 mit seinem Bruder Juan de Dios Larraín die Produktionsfirma Fábula. Seine Arbeiten befassen sich kritisch mit der Vergangenheit seines Landes, von der er oft aus der Perspektive von Randfiguren oder im Modus poetischer Verfremdung erzählt. Auf dem FILMFEST MÜNCHEN war 2010 sein Film POST MORTEM, angesiedelt in den letzten Tage der Präsidentschaft von Allende. In EL CLUB, der 2015 international Aufsehen erregte, versammelt die katholische Kirche die sündigen Hirten in einem Refugium fernab der Herde.