WORDS WITH GODS
Filmfest 2016

Neun weltberühmte Regisseure vereint in einem Projekt zum Thema Spiritualität. Nicht die organisierte Religion ist das große Thema dieses Episodenfilms, sondern die individuelle Beziehung, die Menschen zu ihrem Glauben haben. Bahman Ghobadis Segment „Kaboki“ handelt von siamesischen Zwillingsbrüdern, die am Hinterkopf verbunden sind. Einer der beiden ist ein frommer Moslem, der andere ein freigeistiger Genussmensch.

tags: Religion, Spielfilm, Spiritualität

Darsteller: Demian Bichir, Emir Kusturica, Richa Chadda, Inma Cuesta, Shady Srour

Credits

Drehbuch: Bahman Ghobadi, Álex de la Iglesia, Jorge Guerricaechevarría et al.

Kamera: Giora Bejach, Kiko de la Rica, Shanker Raman, Tetsuro Sano et al.

Schnitt: Shimit Amin, Pablo Blanco, Roland Gallois, Isabelle Ingold, Svetolik Zajc

Musik: Peter Gabriel, Lore Balfe, Stribor Kusturica, Joan Valent

Produktionsdesign: Suzanne Caplan Merwanji

Kostüme: Urmilla Lal Motwani

Ton: Sinan Berksoz, Raúl Locatelli et al.

Produzent*in: Bahman Ghobadi, Lucas Akoskin, Guillermo Arriaga, Alex Garcia

Produktion (Firma): Mij Film Co, BN Films

Regie: Bahman Ghobadi, Amos Gitai, Àlex de la Iglesia et al.

Biografie

Bahman Ghobadi wurde 1969 in Baneh geboren, einer Stadt im iranischen Kurdistan nahe der iranisch-irakischen Grenze. Seine Kindheit war geprägt vom Ersten Golfkrieg, der die Familie auch zwang nach Sanandaj umzusiedeln. Nach seinem Schulabschluss zog es Ghobadi nach Teheran, wo er seine Karriere zunächst als Fotograf begann. Einige Zeit besuchte er das Iranian Broadcasting College, schloss dort aber nicht ab. Nach mehreren 8mm Kurzdokus gelang ihm 1999 der Durchbruch mit seinem hochgelobten Kurzfilm LEBEN IM NEBEL. Dieser gab auch seiner im darauf folgenden Jahr gegründeten Produktionsfirma Mij (Nebel) Film den Namen. Mij Film fördert und produziert seither kurdische Filme. Bahman Ghobadi: „Iran ist schon immer die Wiege für eine Vielzahl von unterschiedlichen ethnischen Gruppen wie Turkmenen, Kurden und Türken gewesen, und dennoch sind deren Stimmen kaum im iranischen Kino vertreten.“ Ghobadi selbst feierte mit dem ersten kurdischen Langfilm in der Geschichte des Iran ZEIT DER TRUNKENEN PFERDE (2000), sowie HALF MOON (2004) SCHILDKRÖTEN KÖNNEN FLIEGEN (2006) und PERSERKATZEN KENNT DOCH KEINER (2009) herausragenden Erfolge und gewann diverse internationale Preise, darunter die Caméra d'Or in Cannes, den Gläsernen Bären und Friedensfilmpreis auf der Berlinale, zweifach den Hauptpreis des Internationalen Filmfestivals in San Sebastian, den Index on Censorship Filmpreis und unzählige Publikumspreise weltweit. Bahman Ghobadi erzählt seit nun fast zwanzig Jahren Geschichten von seinem Volk, den Kurden. Typisch für iranische Filmemacher ist dabei das semi-dokumentarische Kino mit Laiendarstellern.