CLAIR OBSCUR
Filmfest 2017

Es scheint, als hätten Shenaz und Elmas wenig miteinander gemeinsam. Shenaz arbeitet als Psychotherapeutin an der türkischen Mittelmeerküste, lebt in einem schmucken Heim und führt – vermeintlich – eine stabile Beziehung. Elmas wurde als Teenagerin mit einem viel älteren Mann verheiratet, ist ihm widerwillig sexuell zu Diensten und kümmert sich unter Aufsicht ihrer Schwiegermutter um alle Haushaltsangelegenheiten. Doch auch auf der anderen Seite der zerrissenen türkischen Gesellschaft bleibt die Sehnsucht nach der versprochenen Freiheit enttäuscht und gleichzeitig ungebrochen.

tags: Frauen, Gesellschaft, Sexualität, Spielfilm

Darsteller: Funda Eryigit, Ecem Uzun, Mehmet Kurtuluş, Okan Yalabık

Credits

Drehbuch: Yeşim Ustaoğlu

Kamera: Michael Hammon

Schnitt: Agnieszka Glińska, Svetolik Mica Zajc

Musik: Antoni Komasa-Łazarkiewicz

Produktionsdesign: Osman Özcan

Kostüme: Şenay Çıtak, Şeda Yilmaz

Ton: Bruno Tarrière

Produzent: Yeşim Ustaoğlu, Titus Kreyenberg, Marianne Slot

Koproduzent: Klaudia Smieja, Eliza Oczkowska

Produktion (Firma): Ustaoglu Film

Koproduktion (Firma): unafilm GmbH, Slot Machine, Aeroplan, ZDF/Arte

Weltvertrieb: Beta Cinema

Verleih: Real Fiction Filmverleih

Regie: Yeşim Ustaoğlu

Biografie

Yesim Ustaoglu, geboren 1960, wuchs bei Trabzon am Schwarzen Meer auf und zog darauf mit ihrer Familie nach Istanbul, wo sie Architektur studierte. Nach der Arbeit an mehreren preisgekrönten Kurzfilmen gab Ustaoglu 1994 mit THE TRACE ihr Langfilmdebüt. Der Nachfolger REISE ZUR SONNE über eine politisch heikle Freundschaft zwischen einem Türken und einem Kurden gewann international mehr als 20 Preise, auch PANDORAS BOX (2008) lief erfolgreich auf Festivals im In- und Ausland. Das Gleiche gilt für ARAF – SOMEWHERE IN BETWEEN (2012), einen Coming-of-Age-Film im winterlichen Anatolien und die Geschichte einer weiblichen Selbstfindung, die 2013 auch auf dem FILMFEST MÜNCHEN zu sehen war.