SOMEWHERE
Filmfest 2017

Kein Glamour, nirgends: Vor dem Hotelbett von Johnny Marco tanzen die Go-Go-Girls an mitgebrachten Steckstangen und hoffen, dass der Schauspiel-Star dabei nicht einschläft. PR-Termine erledigt Johnny gleichermaßen gelangweilt wie überfordert. Ab und an erhält er Textnachrichten von seinen vernachlässigten Kurzzeitpartnerinnen, die ihn wüst beschimpfen. In seinem schwarzen Ferrari fährt er vor den Toren von Los Angeles im Kreis, bis die Reifen dampfen. Doch als seine elfjährige Tochter Cleo nur für ein paar Tage länger als erwartet in seinen Alltag tritt, gerät Johnnys Luxus-Einerlei aus den Fugen.

tags: Einsamkeit, Familie, Sexualität, Spielfilm

Darsteller: Stephen Dorff, Elle Fanning, Chris Pontius, Michelle Monaghan, Lala Sloatman

Credits

Drehbuch: Sofia Coppola

Kamera: Harris Savides

Schnitt: Sarah Flack

Musik: Phoenix

Produktionsdesign: Anne Ross

Kostüme: Stacey Battat

Ton: Richard Beggs

Produzent: Sofia Coppola, G. Mac Brown, Roman Coppola, Jordan Stone

Produktion (Firma): American Zoetrope

Verleih: Tobis Film GmbH

Regie: Sofia Coppola

Biografie

Sofia Coppola wurde 1971 in New York City als Tochter von Eleanor und Francis Ford Coppola geboren. Einige Wochen nach ihrer Geburt besetzte ihr Vater sie in der Rolle eines – männlichen – Babys in einer Taufszene von DER PATE (1972). Sie stand auch in späteren Jahren immer wieder vor der Kamera, etwa für PEGGY SUE HAT GEHEIRATET (1986) oder STAR WARS: EPISODE 1 – DIE DUNKLE BEDROHUNG (1999). Vor allem aber ist sie als Regisseurin bekannt, die stets auch ihre eigenen Drehbücher verfasst. Sie debütierte 1999 mit THE VIRGIN SUICIDES, ihr Durchbruch gelang ihr mit der melancholischen Komödie LOST IN TRANSLATION (2003), der ihr sowohl einen Golden Globe als auch einen Oscar für das Beste Drehbuch einbrachte. SOMEWHERE gewann 2010 den Goldenen Löwen auf dem Filmfestival von Venedig. In ihren Arbeiten beschäftigt Sofia Coppola sich häufig mit glitzernden Oberflächen, hinter denen emotionale Leere gähnt – und mit der heimlichen Einsamkeit der Reichen und Schönen. Das FILMFEST MÜNCHEN widmet ihr 2017 eine Retrospektive.