THE RAPE OF RECY TAYLOR
Filmfest 2018

Im Alabama der Vierzigerjahre galt noch die unheilige Doktrin „separate but equal“, mit der die Trennung von Ethnien bei angeblicher rechtlicher Gleichstellung legitimiert wurde. Doch Recy Taylor, die 1944 von sechs weißen Männern vergewaltigt wurde, gehörte zu den zahlreichen Menschen, die erleben mussten, wie es um die Gerichtsbarkeit in ihrer Heimat wirklich bestellt war. Sie zeigte – damals unüblich – ihre Angreifer an, dennoch kam es zu keiner Anklage. Mit Interviews und Archivmaterial arbeitet Nancy Buirski einen historischen Fall auf, der gleichwohl in jeder Einstellung daran erinnert, dass der Hass und die Ungleichheit noch lange nicht überwunden sind.

tags: Dokumentarfilm, Geschichte, Menschenrechte, Verbrechen/Mord

Mit: Robert Corbitt, Alma Daniels, Crystal Feimster, Esther Cooper Jackson, James Johnson ll

Credits

Drehbuch: Nancy Buirski

Originalvorlage: Danielle L. McGuire

Kamera: Rex Miller

Schnitt: Anthony Ripoli

Musik: Randall Poster

Ton: Tony Volante

Produzent: Nancy Buirski, Beth Hubbard

Koproduzent: Claire L. Chandler, Susan Margolin

Produktion (Firma): Augusta Films

Weltvertrieb: Wide House

Regie: Nancy Buirski

Biografie

Die Produzentin und Regisseurin Nancy Buirski ist Gründerin und Ex-Chefin des Full Frame Documentary Film Festival und hat sich auch selbst vor allem mit Dokumentarfilmen einen Namen gemacht, darunter AFTERNOON OF A FAUN: TANAQUIL LE CLERCQ (2013) und THE LOVING STORY (2012) über das Ehepaar Richard und Mildred Loving, das in den Sechzigerjahren ein Grundsatzurteil gegen das Verbot von Mischehen erstritt. Bei LOVING (2016), der Spielfilmvariante des Stoffes, fungierte Buirski als Produzentin.