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Elon Musk mit seiner Firma Space X ist nicht der erste, der auf privater Basis in den Weltraum will. Dies ist die erstaunliche Geschichte von Lutz Kayser, einem schwäbischen Ingenieur, der gemeinsam mit einer eingeschworenen Gruppe Ingenieure mit der OTRAG die weltweit erste private Raumfahrtfirma gründet (OTRAG = Orbital Transport und Raketenaktiengesellschaft). Beraten von Wernher von Braun entwickelt dieses frühe Start-Up-Unternehmen in den 1970er-Jahren eine kostengünstige Rakete: „Low Cost statt High Tec“ lautet das Prinzip – und so kommt auch schon mal ein Scheibenwischermotor für die Ventilsteuerung zum Einsatz. Auf der Suche nach einem geeigneten Startplatz schließt die OTRAG einen Vertrag mit dem afrikanischen Diktator Mobutu Sese Seko ab, der der Firma ein Gebiet von der Größe der ehemaligen DDR im kongolesischen Dschungel verpachtet. Hier errichtet die OTRAG einen eigenen Weltraumbahnhof – ein „German Cape Canaveral“ mitten im Herzen Afrikas, inklusive eigener Metzgerei und Marihuana-Plantage. Doch als die OTRAG Mitte der 1970er-Jahre erfolgreich mehrere Raketen in den Himmel schießt, kommt es zur weltpolitischen Krise. Denn deutsche Raketen – auch wenn sie nur den afrikanischen Regenwald überfliegen – werden 30 Jahre nach Kriegsende nicht gerne gesehen. Was als Abenteuer begann, verwandelt sich allmählich in einen Albtraum… Oliver Schwehms Dokumentarfilm ist eine irrwitzige Mischung aus Abenteuergeschichte und Politthriller, aus Lausbubenstreich und Wirtschaftskrimi.

tags: Dokumentarfilm, Geschichte

Credits

Kamera: Herrmann Sowieja

Schnitt: Helmar Jungmann

Musik: Heiko Maile

Ton: Olivier Ronval, Thomas Resimont

Produzent*in: Markus Hilß

Produktion (Firma): Lunabeach GmbH

Koproduzent: Olivier Dubois, Amel Bouzid

Koproduktion (Firma): Novak Production

Weltvertrieb: MAGNETFILM GmbH

Verleih: Kinostart

Regie: Oliver Schwehm

Redakteur: Mechtild Lehning, Gerolf Karwath, Isabelle Christiaens, Béatrice Aullen

TV-Sender: RB/Arte, Südwestrundfunk (SWR), Radio-télévision belge de la Communauté française (RTBF)

Biografie

Oliver Schwehm wurde 1975 in Mainz geboren. Er studierte zunächst Germanistik und Romanistik, belegte dann den Studiengang „Dokumentarfilm“ an der Universität in Straßburg. Er arbeitet als Kulturredakteur für ARTE und hat diverse Dokumentarfilme gedreht, darunter WINNETOU DARF NICHT STERBEN (2007), CHRISTOPHER LEE – GENTLEMAN DES GRAUENS (2010), GERMAN GRUSEL (2011) und CINEMA PERVERSO – DIE KAPUTTE WELT DES BAHNHOFSKINOS und MILLI VANILLI: FROM FAME TO SHAME (beide 2015).