EIN DORF WEHRT SICH

Altersfreigabe

Die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs: Während die Alliierten näher rücken, herrscht in Altaussee immer noch das Nazi-Regime. Im dortigen Salzbergwerk sollen die Kunstschätze für das spätere „Führermuseum“ gelagert werden. Bewacht von Soldaten schleppen Bergleute kostbare Gemälde und Skulpturen, allesamt Raubkunst, in den Stollen. Unter ihnen: Josef Rottenbacher, der seit jeher versucht hat, sich aus allem rauszuhalten, und still auf das Ende des Krieges hofft - im Gegensatz zu seinem besten Freund Franz Mitterjäger und dessen Frau Elsa. Die beiden versorgen heimlich Partisanen und Deserteure im Gebirge. Trotz aller Vorsicht gerät Franz ins Visier der Gestapo. Auch wenn Josef seinen Freund warnen konnte, wird Franz dennoch auf der Flucht erschossen. Die Nazis verweigern ihm daraufhin das Begräbnis. Endlich zeigt Josef Haltung: Zusammen mit Elsa holt er die Leiche, immer mehr Dorfbewohner schließen sich an, um Franz ein würdiges Begräbnis zu verschaffen. Kurz vor der Kapitulation ordnet Gauleiter Eigruber die Sprengung der Salzmine an - lieber die Kunstwerke vernichten als dem Feind überlassen. Doch die Bergleute leisten Widerstand - angeführt von Josef und unterstützt von Gestapo-Chef Dr. Ernst Kaltenbrunner. Mutig stellen sich die Bergmänner mit den Partisanen dem Sprengkommando entgegen, um die Zerstörung ihrer Mine und der unersetzbaren Kunst darin zu verhindern.

tags: Geschichte, Krieg, Krise/Revolution, Politik, Spielfilm

Darsteller: Fritz Karl, Brigitte Hobmeier, Harald Windisch, Verena Altenberger, Norman Hacker, Philipp Hochmair, Oliver Masucci, Maresi Riegner, Gerhard Liebmann, , Aaron Friesz, Francis Fulton-Smith, Rainer Wöss

Credits

Drehbuch: Gabriela Zerhau

Originalvorlage: Gabriela Zerhau

Kamera: Carsten Thiele

Schnitt: Anke Berthold

Musik: Dominik Giesriegel

Produktionsdesign: Bertram Reiter

Kostüme: Monika Hinz

Ton: Thomas Szabolcs

Produzent: Kirsten Hager, Anja Föringer

Koproduzent: Thomas Hroch, Gerald Podgornig

Produktion (Firma): Hager Moss Film GmbH

Koproduktion (Firma): Mona Film Produktion GmbH

Regie: Gabriela Zerhau

Redakteur: Pit Rampelt (ZDF)

TV-Sender: ZDF/arte, ORF

Biografie

Gabriela Zerhau wurde 1955 in Graz geboren. Nachdem sie in München Germanistik und Theaterwissenschaften studiert hatte, begann 1980 ihre Ausbildung als Regieassistentin bei verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen. 1983 drehte sie die Dokumentation PETER ROSEGGER, 1984 ihren ersten Spielfilm TAPETENWECHSEL. Die TV-Serie DIE HAUSMEISTERIN (1986), für die sie sechs Folgen drehte, wurde mit dem Adolf-Grimme-Preis, einem Telestar und einem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Sie wirkte als Autorin und Regisseurin an DAS NEST (1989) mit und erhielt dafür zusammen mit Vivian Naefe den Starlight-Preis für die beste Vorabendserie. Für den Fernsehfilm DER NEFFE erhielt sie 1997 den Telestar. In den folgenden Jahren inszenierte sie Fernsehfilme wie AUCH MÄNNER BRAUCHEN LIEBE (1998), LIEBST DU MICH? (2000), AUSGERECHNET WEIHNACHTEN (2005) oder LÜG WEITER, LIEBLING (2010, mit Hannelore Elsner und Götz George). Ihr Fernsehfilm NACHT DER ANGST (2015) wurde auf den Biberacher Filmfestspielen mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, Hauptdarstellerin Nina Kunzendorf erhielt für ihre schauspielerische Leistung den Bayerischen Filmpreis. Zerhau arbeitet regelmäßig als Script Consultant und war mehrfach in der Jury für den Telestar. EIN DORF WEHRT SICH (2018) ist ihr jüngster selbst entwickelter und geschriebener Spielfilm.

Vorstellungen

Samstag, 29.06.2019, 20:30 Uhr (107 Min.)
Rio 1
Dienstag, 02.07.2019, 10:00 Uhr (107 Min.)
HFF AudimaxX