LA FLOR (TEIL 3)

Wenn das internationale Kino ein einziger Garten wäre, dann wäre dieser Film eine der am wildesten blühenden Blumen. In alle möglichen Genres wuchert LA FLOR von Mariano Llinás und dem von ihm mitbegründeten Kollektiv „El Pampero Cine“, beschwört dabei die Magie des Kinos und nimmt sie gleichzeitig auseinander, ufert irrwitzig über den Lauf von sechs Episoden aus und nimmt sich dafür über 14 Stunden Zeit. Das FILMFEST MÜNCHEN zeigt diese sechs Episoden von LA FLOR in zwei Kinos jeweils in drei Vorstellungen (Teil 1, Teil 2, Teil 3). Auch die Vorstellungen sind von viertelstündigen Pausen unterbrochen – zum Atemholen zwischen den Episoden. Vier Hauptdarstellerinnen bilden gemeinsam den roten Faden in diesem Großprojekt, tauchen immer wieder auf, in unterschiedlichen Rollen.

In LA FLOR (TEIL 3) sind die vierte, fünfte und finale sechste Episode des Films zu sehen. Die vierte dreht sich um einen Regisseur, der gemeinsam mit vier Schauspielerinnen an einem Film namens “La araña” (“Die Spinne”) arbeitet und im sechsten Jahr des ausufernden Drehs in eine kreative Schaffenskrise gerät. Er will jetzt vor allem einen Film über Bäume drehen, aber auch dieses Projekt gestaltet sich schwierig. Sind seine vier Schauspielerinnen vielleicht Hexen? Und inwieweit spielt die Geschichte von Casanova in das Verhältnis Regisseur-Schauspielerin hinein? Ganz in Schwarz-Weiß gedreht zeigt sich die darauf folgende fünfte Episode als Hommage an EINE LANDPARTIE von Jean Renoir. Die letzte Episode ist ein Stummfilm über vier Frauen, die, zuvor von Indianern jahrelang in der Wüste gefangen gehalten, endlich in die Zivilisation zurückkehren. Dazu: der längste Abspann der Filmgeschichte.

tags: Filmemachen, Frauen, Lateinamerika, Spielfilm

Darsteller: Laura Paredes, Pilar Gamboa, Elisa Carricajo, Valeria Correa

Credits

Drehbuch: Mariano Llinas

Kamera: Agustín Mendilaharzu

Schnitt: Alejo Moguillansky

Musik: Gabriel Chwojnik

Produktionsdesign: Laura Caligiuri, Flora Caligiuri

Kostüme: Carolina Sosa

Ton: Rodrigo Sánchez Mariño

Produzent: Laura Citarella

Produktion (Firma): El Pampero Cine

Verleih: Grandfilm

Regie: Mariano Llinas

Biografie

Mariano Llinás wurde 1975 in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Er ist Filmemacher, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler. Seine Schwester ist die bekannte argentinische Schauspielerin Verónica Llinás. Er wurde an der Universidad del Cine in Argentinien ausgebildet, wo er derzeit lehrt. 2002 war er Mitbegründer des experimentell orientierten Produzentenkollektivs „El Pampero Cine“. Zu Llinás‘ Werk gehören BALNEARIOS (2002), HISTORIAS EXTRAORDINARIAS (2008), TRES FÁBULAS DE VILLA OCAMPO (2011) und LA PATOTA (2015). LA FLOR (2018) ist sein jüngstes und größtes Filmprojekt.

Vorstellungen

Sonntag, 30.06.2019, 10:30 Uhr (320 Min.)
HFF Kino 2
Donnerstag, 04.07.2019, 17:00 Uhr (320 Min.)
Münchner Freiheit 4

Q&A nach dem Film