Open Air | MINGA, Baby!

Ob Liebe auf den ersten Blick oder langsam, aber stetig verführt: Von München werden Bewohner wie Besucher gleichermaßen umgarnt. Spätestens wenn es wärmer wird, kann sich niemand mehr dieser faszinierenden Schönen entziehen. Denn dann braucht es nur ein Fahrrad, damit einem die Stadt zu Füßen liegt und nur ein Jäckchen, um die Biergärten nie wieder verlassen zu wollen. Vor allem, wenn es Nischen zu entdecken gilt, die sich abseits des Klischees der biederen, zugeknöpften Dame bewegen.

In dieses Gefühl lässt man sich am besten beim Open-Air-Kino fallen: mit einer Brotzeit ausgestattet, eine Weißweinschorle in der Hand und mit den letzten Sonnenstrahlen auf der Haut. Laufen dann auf der Leinwand auch noch Filme, die sich um genau diese Stadt drehen, die einen zuvor schon mit allen Kniffen der Kunst verzaubert hat, dann fällt doch alles an seinen Platz.

Die diesjährige Open-Air-Reihe des FILMFEST MÜNCHEN will eben genau das: die alte Liebe neu auflodern lassen oder neues Verliebt-Sein entfachen. In acht Filmen zeichnen Münchner Filmschaffende ein Bild der Stadt, machen München zur Kulisse und Protagonistin zugleich. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Filme in den 1960ern spielen oder heute – seit eh und je scheute Madame die Gegensätze nicht: Großstadtflair und Dorfgeflüster, Konservativismus und Weltoffenheit, Klischees und Subkultur… Am Ende gibt es kein Entrinnen. Denn Münchens Charme ist noch ein jeder erlegen.

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