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Three to see

Redaktion
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Die Filmtipps für den letzten Festivaltag, Samstag, 10. Juli.

Three to see

erna at war

 

Im Jahr 1918 liegt der Erste Weltkrieg in den letzten Zügen. In allen Teilen des Deutschen Kaiserreichs werden sämtliche verfügbaren Kräfte mobilisiert – so auch die dänischsprachige Minderheit in Südjütland, wo die alleinerziehende Erna Jensen mit ihrem jugendlichen Sohn Kalle ein ruhiges, unscheinbares Leben führt. Die Idylle wird allerdings jäh gestört, als der örtliche Feldwebel Meier an ihre Tür klopft, um Kalle für den Kriegsdienst einzuziehen. Erna ist fest entschlossen, ihren Sohn nicht seinem Schicksal zu überlassen und schleust sich kurzerhand selbst verkleidet und unter falschem Namen in die Armee ein. Sie will Kalle retten – koste es, was es wolle. Durch die konsequente Fokussierung auf die mutige weibliche Titelfigur, eindrucksvoll verkörpert von Trine Dyrholm, wirft der Film einen ungewohnten Blick auf die Wirrungen des Ersten Weltkriegs.

ERNA AT WAR:  10. Juli, 16 Uhr, Gloria Palast & 10. Juli, 21.15 Uhr, Maffeihof in den Fünf Höfen.

MAinstream

 

Frankie ist Anfang 20 und lebt am Hollywood Boulevard. Während sie mit ihrem besten Freund Jake in einem heruntergerockten Comedy Club jobbt, sucht sie eigentlich noch nach ihrem Platz in der Welt. Sie möchte etwas Sinnvolles anstellen mit ihrem Leben. Aber was bedeutet das schon – in einer Zeit, die von Netznarzissmus und Selbstdarstellungszwang regiert wird? Eine zufällige Begegnung mit dem mysteriösen Straßenüberlebenskünstler Link bringt sie auf eine Idee, die sie in die turbulente Welt der selbstverliebten Internet-Berühmtheiten katapultiert... In ihrem zweiten Langfilm entwirft Regisseurin Gia Coppola ein nostalgisch-zynisches Bild eines sich verselbstständigten Influencer-(Alb)traums. Zwischen American Indie und Social-Media-Ästhetik steuert sie Maya Hawke, Andrew Garfield und Nat Wolff kunstvoll durch den grellgrotesken Netzwahnsinn.

MAINSTREAM: 10. Juli, 17 Uhr, ASTOR Filmlounge im ARRI & 10. Juli, 21:15 Uhr, Kino, Mond & Sterne.

Glauben, folge 1-3

 

In der fiktiven Kleinstadt Ottern kommt es zu einem Justizskandal, als ein Kinderarzt bei einem Mädchen Hinweise auf eine Vergewaltigung entdeckt. 26 Bewohner der kleinen Stadt werden wegen Missbrauchs und Verwicklung in einen Kinderpornografie-Ring angeklagt. Vereinzelte Stimmen für eine Wiedereinführung der Todesstrafe werden laut; eine Lawine von gegenseitigen Anschuldigungen kommt ins Rollen. Für die Serie GLAUBEN, inszeniert von Regisseur Daniel Geronimo Prochaska, nahm der Autor und ehemalige Strafverteidiger Ferdinand von Schirach die „Wormser Prozesse“ in den 1990ern als Ausgangspunkt. In seiner Versuchsanordnung versetzt er die erschreckenden Geschehnisse von damals in unsere Gegenwart und stellt damit nicht zuletzt Fragen nach der Verfasstheit unserer heutigen, verstärkt polarisierten Gesellschaft. Das FILMFEST MÜNCHEN zeigt die ersten drei Folgen der Serie als Weltpremiere.

GLAUBEN: 10. Juli, 17 Uhr, Kino am Olympiasee.

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