News

Dienstag, 02.07.2019

Tipps für Mittwoch

03.07.

Tipps für Mittwoch

Frauen unter sich: VITA & VIRGINIA

Heute wird der Margot Hielscher Preis verliehen. Die Auszeichnung wird an eine herausragende nationale oder internationale Künstlerpersönlichkeit verliehen, die sich bereits in jungen Jahren durch Vielseitigkeit und Leistungen in verschiedenen kulturellen Disziplinen ausgezeichnet hat. Dieses Jahr ist der Preisträger der französische Schauspieler und Regisseur Louis Garrel. Im Rahmen der Veranstaltung, die von Götz Alsmann moderiert wird, präsentiert Garrel auch seine neue Regiearbeit L’HOMME FIDÈLE, in der er auch die männliche Hauptrolle übernahm. Der Film erzählt die Geschichte einer chaotischen Ménage-à-trois in einer gekonnten Nouvelle-Vague-Leichtigkeit mit Laetitia Casta und Lily-Rose Depp. Die Preisverleihung findet um 20 Uhr im Carl-Orff-Saal im Gasteig statt, ein Filmmakers Live! mit dem Preisträger gibt es vorher um 16 Uhr in der Black Box.

VITA & VIRGINIA schildert hingegen eine leidenschaftliche Beziehung zwischen den zwei großartigen Schriftstellerinnen Vita Sackville-West und Virginia Woolf. Anfang des 20. Jahrhunderts waren sie Pioniere in der Literatur, aber auch in ihrem Hinterfragen gesellschaftlicher Normen. Regisseurin Chanya Button inszenierte die wahre Geschichte mit Gemma Arterton und Elizabeth Debicki in den Hauptrollen. Zu sehen ist das Historiendrama um 17:30 Uhr in den Kinos Münchner Freiheit.

Die Verbindung zwischen Müttern und Söhnen gilt als eine der stärksten überhaupt. In MOTHER (22:30 Uhr im Filmmuseum), einem Film des großartigen Regisseurs Bong Joon Ho, der auf dem FILMFEST MÜNCHEN 2019 mit einer Retrospektive geehrt wird, wird gezeigt, welche Auswirkungen so eine enge Bande haben kann. Eine Mutter ist bereit, alle Menschen aus dem Weg zu räumen, die ihrem Sohn schaden wollen. Auch die Polizisten, die ihn wegen Mordes suchen. Manche Mütter, wie Georgina, müssen schon allein durch die Hölle gehen, um mit ihrem Kind zusammen zu sein. Ihr Baby wird aus dem Kreißsaal von Menschenhändlern entführt – das Krankenhaus war nur Fassade. Eine unermüdliche Suche beginnt in dem bewegenden CANCIÓN SIN NOMBRE, um 19 Uhr in den Kinos an der Münchner Freiheit.

In L’ENKAS (18 Uhr Sendlinger Tor) zerbricht das neue Leben von Ulysse fast an der Krankheit seiner Mutter. Eigentlich will er, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen worden ist, einen anderen Weg einschlagen, doch er braucht dringend Geld, damit er sich gut um Mama kümmern kann. Der Lebensunterhalt gestaltet sich auch bei den Geschwistern Franz und Lilly schwierig. Sie haben die Rinderzucht ihres Vaters übernommen. Während Franz zufrieden ist, will Lilly jedoch mehr vom Leben. Als sie sich dann noch in einen Musiker verliebt, droht die Familie auseinanderzubrechen. Die kernige Ballade BRUDER SCHWESTER HERZ läuft um 20 Uhr im HFF AudimaxX.

Morten wünscht sich, bei seinem Vater zu sein. Der fährt aber zur See, während der kleine Junge bei seiner fiesen Tante leben muss. Als Morten aber auf die Größe eines Insekts geschrumpft wird, erlebt er als Kapitän seines eigenen Spielzeugschiffes spannende, sogar gefährliche Abenteuer. Der süße Stop-Motion Film KÄPT’N MORTEN läuft auf dem Kinderfilmfest, um 9:00 Uhr morgens im Carl-Orff-Saal.

In seiner Kindheit erlebte der Palästinenser Ziad solche Abenteuer mit seinem Freund Ramzi. Doch Ramzi wurde von israelischen Soldaten getötet und der nun erwachsene Ziad schwört Rache. Doch er wird verhaftet, gefoltert und für 15 Jahre hinter Gitter gebracht. Bei seiner Rückkehr in die Gesellschaft ist er von seinem Status als Held wie auch von zwischenmenschlichen Beziehungen überfordert. SCREWDRIVER ist um 22:30 Uhr im HFF AudimaxX zu sehen.

In eine Situation mit der er nicht klar kommt, wird auch Victor Ganz in GESTERN (17:30 Uhr ASTOR Lounge im ARRI) geworfen. Er muss für ein Projekt nach Marokko. Dort erinnert er sich an eine verlorene Liebe. Auf seinen Streifzügen durch die Stadt vermischen sich Realität und Erinnerungen in einen Strudel aus Emotionen. GESTERN ist auch im neuen Wettbewerb CineCoPro, dessen Award mit 100.000 Euro dotiert ist.