Tobias Krell

Tobi Portrait

Ich habe viel gelesen und so ziemlich alles geguckt, was ich in die Finger kriegen konnte. Während meines Studiums in Münster habe ich ein paar Jahre lang als Vorführer in einem Programmkino gearbeitet – Traumjob!

Meine Liebe fürs Kino ging früh los: Als Kind konnte ich einen Film zwanzig, dreißig Mal gucken, ohne dass mir langweilig wurde. Als ich so acht, neun Jahre alt war, habe ich angefangen, mir heimlich Filme anzusehen, die eigentlich noch nichts für mich waren: DAS BOOT zum Beispiel, oder Klassiker wie LOHN DER ANGST. Mit 17 oder 18 habe ich dann MULHOLLAND DRIVE von David Lynch gesehen, ein düsterer, rätselhafter Film, der anders war als alles, was ich bis dahin gesehen hatte. Nach dem Film bin ich mit offenem Mund dagesessen und hab gedacht, wow, sowas kann Kino also auch sein!

 

Danach habe ich angefangen, mich intensiv mit Film zu beschäftigen. Ich habe viel gelesen und so ziemlich alles geguckt, was ich in die Finger kriegen konnte. Während meines Studiums in Münster habe ich ein paar Jahre lang als Vorführer in einem Programmkino gearbeitet – Traumjob! Parallel habe ich in verschiedenen Zeitungs- und TV-Redaktionen gearbeitet und später als Reporter und Filmkritiker für das junge Programm des SWR vor der Kamera gestanden.

Von 2010 bis 2014 hab ich ein Masterstudium an der Filmuniversität in Potsdam-Babelsberg absolviert. Seit 2010 arbeite ich auch für verschiedene Festivals. Und 2013 ging es mit „Checker Tobi“ los und ich bin nach München gezogen. Seitdem war ich natürlich regelmäßig auch beim Filmfest. Ich liebe es, wenn die ganze Stadt für ein paar Tage wie im Filmfieber ist! Für mich ist München nie schöner.

Vor zwei Jahren wurde ich eingeladen, beim Kinderfilmfest einen Vortrag zu halten. Das war meine erste Begegnung mit dem Publikum des KFFM. Ich war echt beeindruckt, wie unglaublich schlau, neugierig und kreativ die Kinder waren! Umso mehr hab ich mich dann gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich das Kinderfilmfest leiten möchte. Es gibt keinen schöneren Rahmen, um Kindern und Jugendlichen das Medium Film nahe zu bringen. Filme können wie Reisen in andere Welten sein und erzählen doch Geschichten, mit denen sich auch die Kinder und Jugendlichen hier identifizieren können. Über solche Filme, die ihre Hauptfiguren, deren Sorgen und Sehnsüchte auch wirklich ernst nehmen, möchte ich mit dem Publikum diskutieren. Und ich freue mich total auf all die Begegnungen und Momente, die das Kinderfilmfest uns allen bereiten wird.